Helmut Kreidl (53) hat bei Swiss Quality Hotels (SQ) immer die gleiche Ansprechperson, diese kümmert sich um alle seine Anliegen. Das ist ideal für den Hotelmanager aus Tux im Tirol, der den Familienbetrieb mit 120 Betten in zweiter Generation führt. «Wir hätten gar nicht die Kapazität, all die Buchungsplattformen selber zu bewirtschaften», sagt Kreidl. 2008 trat sein Sport Vital Hotel Central der SQ bei. Seitdem wird es viel breiter vermarktet, die Herkunftsmärkte sind vielfältiger. «Plötzlich hatten wir Gäste aus den USA oder aus Rumänien», sagt Kreidl. Von den Nationalitäten her gibt es keinen Schwerpunkt, das Publikum ist bunt gemischt. Die Zahl der Schweizer kann Helmut Kreidl nicht in Prozenten angeben - sie ist stark vom jeweiligen Eurokurs abhängig.
Persönliche Kontakte gaben den Ausschlag für die Zusammenarbeit mit SQ. Das «Central» ist wegen des guten Service und nicht wegen der Swissness bei dieser Kooperation dabei. Auf die Ausstrahlung eines Schweizer Labels ist Kreidl nicht angewiesen, obschon er sagt: «Die Schweizer Gastronomie ist extrem gut.» Die Mitgliedschaft hat auch eine Schattenseite: «Viele Kunden befürchten, unser Traditionshaus gehöre plötzlich zu einer Hotelkette, wenn sie das Label sehen», so Kreidl. Mit der Kooperation hat er sich darauf einigen können, dass das Label Swiss Quality Hotels nicht auf der Hotel-Website prangen muss. «Nicht das Schweizerische ist für unsere Gäste entscheidend, sondern die Ausstrahlung des Familienbetriebs», erklärt Kreidl.
Trotz grosser Zufriedenheit mit Swiss Quality Hotels steht für Helmut Kreidl ein Wechsel zu einer österreichischen Firma zur Debatte. Dies aus einem einfachen Grund: dem Kostendruck. Die Mitgliedschaft sei zwar recht günstig. Doch die Provisionen machen Kreidl mehr Sorgen. Dank der neuen Lösung, die er nicht näher ausführt, müsste er weniger abgeben. Der Entscheid ist noch nicht gefallen. Helmut Kreidl: «Ich tue mich extrem schwer damit, Swiss Quality aufgrund der Provisionen zu stornieren. Denn die Leistungen sind gut, und der Preis ist daher berechtigt.»
Deutscher Hotelier mit Schweizer Ausbildung
Peter Obexer (65) hat die Schweizer Hotellerie von der Pike auf kennengelernt: Der Deutsche absolvierte vor Jahrzehnten die Hotelfachschule Lausanne. Mit seinem Wittelsbacher Hof ist er seit 2004 Mitglied bei Swiss Quality Hotels (SQ). Die grösste Entlastung für Obexers Familienbetrieb: SQ nimmt ihm die Arbeit mit den Buchungsplattformen ab. «Diesen Service baut Swiss Quality laufend aus», lobt der Deutsche. Seit er die Kanäle breit bespielen lässt, empfängt auch Obexer plötzlich Kundschaft aus aller Welt - Engländer, Amerikaner, Inder, Chinesen. Auch Schweizerinnen und Schweizer gehören zu seinen Gästen, wenn auch nicht wesentlich mehr als früher.
Obexers Eltern haben das Hotel Wittelsbacher Hof 1940 übernommen. Den Ganzjahresbetrieb mit etwa 100 Betten besuchen vor allem Individualreisende, die einen gehobenen Komfort wünschen. Diese Gäste aus aller Welt will Peter Obexer weiterhin mit Schweizer Hilfe in die deutsche Top-Destination Garmisch-Partenkirchen locken.
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