Die Zeiten, als Businessgäste beim Znüni den kalorienreichen Buttergipfel mit einem schalen Filterkaffee runterspülten und sich zum Zvieri beim nächsten Kaffee aus der Kanne ein mit Zuckerguss überzogenes Stück Kuchen genehmigten, sind endgültig vorbei. Dieser Ansicht ist jedenfalls Claudia D. Zürcher Künzi, Co-Direktorin im Parkhotel Schloss Hünigen in Konolfingen (BE). Sie bringt es folgendermassen auf den Punkt: «Weg von der Kaffeekannen-Kultur, hin zum breiten Angebot.» Die Businessgäste schätzen beim Kaffee ein reichhaltiges Angebot: vom Latte Macchiato über das Cappuccino bis hin zum Espresso.
Dasselbe gilt für die Häppchen zwischendurch: Der Businessgast von heute wünsche, so Zürcher, neben Gebäck ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Früchteangebot. Dem Bedürfnis nach Gesundem trägt das «Schloss Hünigen» zum Beispiel mit hausgemachten Smoothies Rechnung. Aber, so fügt Zürcher an: «Es darf auch einmal eine feine Glace sein.» Denn, dass man die Zwischenverpflegung den Bedürfnissen des Gastes anpasse beziehungsweise auch einmal Überraschendes auf den Pausentisch stelle, schaffe einen Mehrwert und bleibe «im Bewusstsein des Gastes» hängen – auch wenn diese natürlich nicht alleine wegen der Zwischenverpflegung kommen.
Auch Roger Gloor, Geschäftsführer des Best Western Trend-Hotels in Eichwatt (ZH), stellt ein steigendes Gesundheitsbewusstsein bei den Businessgästen fest. Aber obwohl zunehmend ein Spezialangebot im Früchtebereich und bei den Milchprodukten verlangt werde, will er von einem Trend zu «brain food» nichts wissen. Obwohl das «Trend Hotel» neben der «Kleinen Pause» und der «Zvieri-Pause» auch eine «Vitamin-», «Frucht-» sowie eine «Schweizer Pause» im Angebot hat, bestelle die Mehrheit der Seminargruppen nämlich das Standardangebot. Eine Veränderung indes stellt er bei der Länge der Pause fest: «Der typische Seminargast ist unter Druck und hat keine Zeit für ausgiebige Pausen und Wellness.»
Auch Sami Debbabi, Geschäftsführer des Parkhotels Inseli in Romanshorn (TG), hat diese Erfahrung gemacht: Mit der klassischen Pausenverpflegung, die aus Mineralwasser, Orangensaft, Früchtekorb und Salzgebäck sowie Gipfeli am Morgen und Kuchen am Nachmittag besteht, «sind die Gäste sehr zufrieden». Sonderwünsche äusserten seine Seminarteilnehmer keine.
Etwas Molekular-Nebel, eine Prise Nouvelle Cuisine und als Grundlage die klassische dänische Küche: Ronny Emborg, der «Zauberlehrling» aus Kopenhagen, setzt voll auf Effekte. 

Das Treffen von «Engadin-Newcomer» Martin Dalsass mit Roland und Brigitte Jöhri, deren «Talvo» er jetzt übernommen hat, wurde zum Happening am Herd. Gastkoch Otto Koch flüsterte mit. 
Aus Anlass seines 200-jährigen Bestehens lud das Haus Laurent-Perrier zum «Fascination-Champagne»-Dîner ins Suvretta House. Am Herd stand der deutsche Dreisternekoch Christian Bau. 
Ein Talentwettbewerb hat gezeigt, dass der Engadiner Nachwuchs in der Küche viel zu bieten hat. Gewonnen hat der 17-jährige Claudio Grüger, Lehrling im Hotel Waldhaus Sils. 

Sich austauschen und neue Eindrücke gewinnen ist das Ziel der Kochelite, die sich an Gourmet- festivals trifft. Auch für Lernende kann ein solcher Event zukunftsweisend sein. 
Ein edles Geschenk: Die Schwob AG überreichte drei Grandhotels in St.Moritz je eine 75-jährige Serviette.Mit den eingewebten Logos sind die Textilien wertvolle Zeitzeugen. 
Sind die immer gleichen Programmpunkte an einem Festival nicht langweilig? Nein, sie seien wichtige Rituale und würden von den Gästen geschätzt, sagen Verantwortliche. 
Besondere Herausforderungen am St.Moritz Gourmet Festival gibt es zuhauf. Beispielsweise kocht das Wasser in der Höhe von St.Moritz schon bei 93 Grad. Was bedeutet das für die Starköche und die Garprozesse? 
36 Anlässe in einer Woche - das Gourmet Festival verlangt grosses organisatorisches Geschick. Bei der Agentur Woehrle Pirola laufen die Fäden zusammen. Gründerin Erica Woehrle lobt das Teamwork der ganzen Region. 
In der Region Thunersee sind in den letzten Jahren einige Hotels in die Hände von Asiaten gelangt. In anderen Ferienregionen der Schweiz ist das deutlich weniger ausgeprägt. 

Mitten in Interlaken verkauft Beat Hassenstein nach 40 Jahren Einsatz sein Hotel Splendid. Die chinesische Käuferin setzt auf ein Hotel mit Verkaufsflächen: für Uhren und für typische Schweizer Küchen-Ausrüstung.
Ein südkoreanisches Paar hat zwei traditionelle Interlakner Hotels gekauft. Das 4-Sterne-Haus wollen die Investoren als führendes Hotel positionieren.