«Wir konzentrieren uns als einzigartiger nationaler Player auf die Schweiz», betont Rainer Blaser (35). Er ist seit Juni 2005 CFO und leitet STC seit Februar 2009 ad interim. Als Tochterfirma der SBB (67%) und Schweiz Tourismus (33%) sorgt STC für einen möglichst einfachen Zugang zum Ferienland Schweiz. Dazu gehören die grösste Schweizer Online-Hotelbuchungsplattform, ein Call-Center in sieben Sprachen in Zürich und eine Tochterfirma in London. Via E-Domizil werden 130000 Ferienwohnungen vermittelt, im Bahngeschäft markant ist der Verkauf von touristischen Tickets ins Ausland. STC bedient Einzelreisende und Tour Operators.
Von den 2000 Hotels unter STC-Vertrag werden bis zu 10% Vermittlungsgebühren verlangt, «ohne Erhöhungsgelüste», sagt Rainer Blaser. Für einzelne Destinationen wie Engadin St.Moritz und Tessin bietet eine integrierte Buchungs-Engine die Hotels der Region bei einer Null-Prozent-Kommission an – für Buchungen via Destination oder Hotelsite. Aber: «Eine generelle Nulllösung ist bei uns kein Diskussionspunkt», sagt er. Ab 2011 können einzelne Hotels, aber auch Gruppen oder ganze Destinationen den «Channel Manager» als neues Tool für eine Pauschale buchen: Effizient in einem Arbeitsgang kann das Hotel alle angeschlossenen Buchungsplattformen einspeisen.
Ausländische Investoren kaufen Hotels, oft als reine Geldanlage. Die Rentabilität ist zweitrangig. Das beobachtet Stephan JJ. Maeder, Präsident des Hotelier-Vereins Berner Oberland. 
Hinter den «Swiss Dreams Hotels» stehen indische Investoren mit einem Faible für ehemalige Traditionshäuser. Zwei ihrer fünf Hotels serbeln hinter geschlossenen Türen dahin. Die Besitzer lassen sich nicht in die Karten blicken. 
Der Interlakner Hotel-Berater Jürg Zumkehr hat schon mehrere Hotels an Ausländer verkauft, unter anderem an Asiaten. Aus seiner Sicht wirken sich die ausländischen Investoren positiv auf die Region aus. 
René und Elsbeth Bettoli wollen ihren Familienbetrieb verkaufen. Der Preisdruck ist für das Interlakner 2-Sterne-Hotel zu gross geworden. 
In der Region Thunersee sind in den letzten Jahren einige Hotels in die Hände von Asiaten gelangt. In anderen Ferienregionen der Schweiz ist das deutlich weniger ausgeprägt. 
Mitten in Interlaken verkauft Beat Hassenstein nach 40 Jahren Einsatz sein Hotel Splendid. Die chinesische Käuferin setzt auf ein Hotel mit Verkaufsflächen: für Uhren und für typische Schweizer Küchen-Ausrüstung. 
Ein südkoreanisches Paar hat zwei traditionelle Interlakner Hotels gekauft. Das 4-Sterne-Haus wollen die Investoren als führendes Hotel positionieren. 
Rund um den Thunersee sind einzelne Hotels im Besitz von Asiaten. Ein Leerstand an bester Lage zählt dazu. Für Hotelier-Präsident Bruno Carizzoni überwiegen die positiven Beispiele und Effekte. 

Kettenhotels können ihre Effizienz steigern, indem sie einander Mitarbeiter ausleihen. Kleinbetriebe setzen derweil auf Allrounder. 





Strategieplanung, Verwaltung und Administration: Diese Bereiche böten in den meisten Hotels grosses Sparpotenzial. Es wird aber oft nicht wahrgenommen.