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04.02.2010
Technik: Der Standard ist hoch
Wer ein Seminar bucht, stellt meist hohe Anforderungen an die technische Grundausstattung.
Wer ein Seminar bucht, stellt meist hohe Anforderungen an die technische Grundausstattung. (© Fotolia)
Hotels und Kongresszentren investieren in ihre Seminartechnik. Neben W-LAN und HD-Beamer bleiben auch traditionelle Geräte wie Flip-Chart und Hellraumprojektor beliebt.
Robert Wildi

Dass die Seminar- und Event-Kunden aufgrund der Wirtschaftskrise zuletzt etwas ausgeblieben sind, befreit die Hotels und Kongresszentren nicht vom Zwang, bezüglich Seminartechnik den modernsten Standard zu bieten. Das vor rund drei Jahren eröffnete «Courtyard by Marriott» in Zürich-Oerlikon verfügt zum Beispiel über einen topmodernen technischen Standard mit Highspeed-Internetzugang, 50-Zoll-LCD-Bildschirm, internationalen Stromanschlüssen, Spiderphone, einer kompletten AV-Ausrüstung, W-LAN, Beamer sowie Overhead Projektor mit Leinwand.

«Unsere Geräte dürfen als ‹state-of-the-art› bezeichnet werden», sagt Anja Ullmann, Sales und Marketing Director Hotel bei SV Schweiz, welche das Hotel in Oerlikon betreibt. Im März wird in Basel ein weiteres «Courtyard by Marriott» mit den gleichen technischen Einrichtungen eröffnet. «Ebenfalls wichtig ist eine gute technische Beratung der Kundschaft sowie der technische Support während der Veranstaltung.»

Eine qualitativ hochwertige Grundausstattung
Dass die Anforderungen der Kunden von Seminar zu Seminar unterschiedlich sind, hat bei der technischen Ausrüstung der neuen «Arena» beim Hotel Waldhaus Flims eine wesentliche Rolle gespielt. Je nach Nutzungsbedarf erwarte der Kunde jeweils das bestmögliche Material, sagt die Co-Direktorin Sabina Schlosser. «Wichtig ist für uns eine qualitativ hochwertige Grundausstattung.» Da die Eventräume im Waldhaus Flims neben Seminaren auch für andere Anlässe wie Banketts, Hochzeiten, Referate genutzt werden, hat sich in der Arena eine mobile und flexibel einsetzbare Technik aufgedrängt. Diese entspreche dem neusten Standard mit moderner Audioanlage und ausgefeiltem Beleuchtungskonzept. Installiert ist ein Mischpult, welches mittels Ethersound-Verbindung an verschiedenen Orten im Saal angeschlossen werden kann.

Verkabelung ja, aber unsichtbar
Eine immer bessere Vernetzung der technischen Hilfsmittel ist für Barbara Schönmann, Leiterin Marketing und Verkauf im Casino Kursaal Interlaken, ein Trend. «Unsere Kunden wollen immer mehr Präsentationen, Filme, Grafiken oder Design miteinander kombinieren.» Besonders gefragt sei die LED-Technik im Lichtbereich. Für die technische Ausrüstung des neuen Kongress-Saals, der im Mai eröffnet wird, hat die Casino Kursaal Interlaken AG eine halbe Million Franken investiert. Neben einer Grossleinwand mit HD-Beamer verfügt der Raum über eine Beschallungsanlage und eine universelle Kommunikationsverkabelung.

Trotz W-LAN ganz auf Kabel verzichten will man auch im «Waldhaus Flims» nicht. «Das Risiko eines nicht zu behebenden Ausfalls eines Wireless-Produktes will kein Event-Organisator eingehen», sagt Sabina Schlosser. Deshalb sei eine Kabelverbindung vorzuziehen. Das bestätigt Anja UIlmann. «Wichtig sei, dass die Verkabelung nicht sichtbar sei.

Neben dem Anspruch auf modernste Technik beobachtet Anja Ullmann im «Courtyard by Marriott» in Zürich-Oerlikon aber auch einen Gegen- oder Retrotrend: Tendenziell kommen immer mehr Kunden eher weg von Powerpoint, Beamer und anderen modernen Präsentationstechniken.

Stattdessen werde dem gesprochenen Wort mehr Bedeutung beigemessen. Dies bedinge gute Audioanlagen wie Mikrophone oder Rednerpulte. «Wieder vermehrt zum Einsatz kommen heute auch gute alte Hilfsmittel wie Flip-Charts, Hellraumprojektor und Papieraushänge.»

 

 

 

 

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