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28.06.2012
Wer WLAN gratis anbietet, punktet
Beatrice Alborghetti hat Hotelbooker aufgebaut.
Beatrice Alborghetti hat Hotelbooker aufgebaut. (Bild: zvg)
Hotelbooker vermittelt erfolgreich Seminarhotels. Laut Geschäftsführerin Beatrice Alborghetti werden die Seminare immer noch kürzer, die Hotelkategorien tiefer. Doch das dürfte sich bald ändern, glaubt sie.
Christine Künzler

Beatrice Alborghetti vermittelt mit ihrer Firma Hotelbooker Seminarhotels für grosse Unternehmen und für KMUs, sie organisiert vom Managementmeeting bis zur Mitarbeiterschulung die verschiedensten Businessanlässe in Seminarhotels der ganzen Schweiz und des angrenzenden Auslands. Ihre Referenzenliste ist entsprechend lang. Für ihre 12 Partnerhotels übernimmt sie zudem die Salesaktivitäten. Das heisst, sie repräsentiert sie bei den Unternehmen. Grundsätzlich erlebt sie die Zusammenarbeit mit den Hoteliers als «positiv». Die meisten zeigten sich flexibel und würden auf Kundenwünsche eingehen.

Nach wie vor wird bei den Seminaren gespart

Sie hat «Hotelbooker» vor sechs Jahren gegründet. Von Umsatzeinbruch infolge Frankenstärke spürt sie nichts, im Gegenteil, sie schreibe von Jahr zu Jahr einen höheren Umsatz. Bei den Seminarorganisatoren stellt sie jedoch nach wie vor Zurückhaltung fest: Dreitägige Seminare werden tendenziell auf zwei Tage gekürzt, zweitägige auf einen Tag. Statt im 5-, wird im 4-Sterne-Hotel getagt, statt im 4- im 3-Sterne-Hotel, sagt sie. «Und es werden auch vermehrt Seminare firmenintern durchgeführt.» Im Durchschnitt, sagt sie, dauern die Seminare, die sie vermittelt, zwei Tage. Doch langsam wittert sie Morgenluft: Sie habe in diesem Jahr schon mehrere grosse Anlässe an 5-Sterne-Häuser vermittelt.

Der Anreiseweg darf nicht allzu lang sein

Von den Unternehmen gefragt sind vor allem Seminarhotels im Grünen, am See oder in den Bergen - rund die Hälfte aller Organisatoren möchten irgendwo im Viereck Basel, Zürich, Bern, Luzern tagen, hält Beatrice Alborghetti fest. Die Anreisezeit dürfe zwei, drei Stunden nicht überschreiten. Deshalb würden etwa das Wallis und das Tessin eher weniger gebucht. «Schöne, gepflegte und technisch gut ausgestattete Hotels kommen bei unseren Kunden besonders gut an.» Umso mehr, wenn das ganze Haus über WLAN verfügt. Und wer das gratis zur Verfügung stellt, hat einen Buchungsvorteil. «Ansonsten sind die Bedürfnisse der Seminarorganisatoren sehr unterschiedlich. Wir behandeln jede Anfrage ganz individuell, unsere Offerten sind massgeschneidert.» Rund die Hälfte der Firmen buchen ein sportliches oder kulturelles Rahmenprogramm mit.

  
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