Gategroup-Chef Andrew Gibson begründete dies am Donnerstag in erster Linie mit höheren Zinsaufwänden, Refinanzierungskosten und höheren Steuerabgaben. Allerdings sank auch die operative Marge (EBITDA-Marge) von 6,7 auf 5,6 Prozent.
Der Umsatz erhöhte sich dagegen um 7,2 Prozent oder 95 Mio. Franken auf 1,413 Mrd. Franken. Zu konstanten Wechselkursen hätte die Zunahme 7,6 Prozent betragen.
Das Wachstum des Catering-Unternehmens stammte zu einem Fünftel aus Schwellenländern und aus der Wiederbelebung des Japan-Geschäfts. Rund 22 Mio. Franken Halbjahresumsatz steuerte die übernommene niederländische Helios bei.
Schleppend läuft das Geschäft in Europa, da verschiedene Fluggesellschaften auf Kurzstrecken wegen des Kostendrucks sparen und höhermargige Verträge auslaufen liessen. Mit einer schwachen Nachfrage konfrontiert ist etwa die spanische Iberia, während Deutschlands zweitgrösste Fluggesellschaft Air Berlin nach zu rascher Expansion saniert werden muss.
Einsparungen
Gategroup reagiert auf die Probleme europäischer Airlines, indem die Verwaltung verkleinert und zentralisiert wird. Zudem verzichtet der Caterer auf tiefmargiges Geschäft. Die Einsparungen sollen sich ab Ende Jahr positiv auf die Margen auswirken.
Konzernchef Gibson sieht Gategroup denn auch gut vorbereitet, sollte das Geschäft in Europa im nächsten Jahr noch schlechter laufen. Das Bild in Europa sei allerdings nicht durchs Band schlecht. British Airways habe etwa besser abgeschnitten als im Vorjahr, sagt er in einer Telefonkonferenz.
Für den weiteren Jahresverlauf rechnet Gategroup insgesamt mit einem schwachen realen Wachstum. Zusätzliche Einnahmen werden die beiden Flugküchen der australischen Qantas bringen, deren Kauf Anfang Juli angekündigt worden ist. Den erwarteten Jahresumsatz dieser Firmen beziffert Gategroup auf rund 50 Mio. Franken. (npa/sda)





