Der Grund liegt in der Herabstufung des BSE-Risikos für das südamerikanische Land, wie Ruedi Hadorn, Direktor des Fleischfachverbandes (SFF), einen Bericht der «BauernZeitung» am Freitag bestätigte.
Ende August hatte die EU-Kommission entschieden, Brasilien den Status eines Staates mit vernachlässigbarem BSE-Risiko zu gewähren. Gemäss einer Weisung des Bundesamtes für Veterinärwesen passte daraufhin der Bund seine Risikobewertung ebenfalls an.
Zum Traktandum wurde die Cervelat, nachdem die EU per 1. April 2006 wegen BSE-Gefahr ein Importverbot für Rinderdärme aus Brasilien verhängte hatte. Die Schweiz schloss sich im Rahmen der bilateralen Verträge dem EU-Verbot an.
Der SFF gründete deshalb mit dem BVET, den Grossverteilern sowie den Schweizer Darmhändlern eine «Task Force» zur Rettung der Cervelat. Statt Rinderdärme aus Brasilien wurden solche aus Uruguay, Argentinien und Paraguay verwendet.
Der Darm des brasilianischen Zebu-Rindes ist für die Herstellung der Cervelat-Hülle allerdings am idealsten. In der Schweiz werden pro Jahr rund 160 Millionen Cervelats verspiesen. (npa/sda)






