Das Grand Hôtel des Bains in Aigle entstand 1872 als Bau des Lausanner Architekten Louis Bezencenet mit Fassaden nach klassizistischem Vorbild. Eröffnet wurde das vornehme Hotel am 12. August im Beisein von über hundert Aktionären, die sich für diesen Bau eingesetzt hatten. Im Jahr darauf folgte ein ausgedehntes Badeetablissement, unter anderem mit einem „bain électrique“, das vor allem in den 1880er Jahren für die Heilung nervöser Störungen angeboten wurde! 1888 erhielt das Ensemble eine anglikanische Kirche und seit 1900 brachte eine eigene Trambahn Gäste vom Bahnhof Aigle zum Grand Hotel, das etwas erhöht am Rand der Rhoneebene lag.
Der Schock des Ersten Weltkriegs nahm dem Betrieb den Boden unter den Füssen weg. Der Versuch einer Wiedereröffnung 1919 misslang, so dass das Haus nach wenigen Jahren definitiv geschlossen wurde und das Gelände an die Gemeinde überging. 1932 stellte auch die Strassenbahn ihre vereinzelten Fahrten zum Hotelgelände ein. Während des Zweiten Weltkriegs ermöglichten die dort stationierten Truppen Hotel und Bahn ein kurzes Wiederaufleben. Nach dem Waffenstillstand wurde die Bahnanlage abgebrochen, zwei Jahre später auch die Hotel- und Bäderanlagen. 1986 schliesslich fiel auch die Kapelle bei der Dacherneuerung einem Grossbrand zum Opfer.
Zum Grand Hôtel in Aigle:
CATHERINE SCHMUTZ-NICOD. Le Grand Hôtel des Bains d’Aigle, construit par l’architecte Louis Bezencenet. In: Revue historique du Mandement de Bex, No XXXIII/2000. Bex 2000, p. 28-40
Weitere Literatur zum Hotelbau am Genfersee:
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Le développement de la construction hôtelière sur l’arc lémanique. In: Revue historique du Mandement de Bex, No XXXIII/2000. Bex 2000, p. 3-14.
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 88-109.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.
Die Teilnahme der Schweiz an der Weltausstellung 2015 in Mailand soll 23,1 Millionen Franken kosten. 8 Millionen davon sollen Sponsoren beitragen. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Kreditbotschaft genehmigt.
Die vier Kantone der Gotthard-Region haben ihre Absicht zu einem gemeinsamen Auftritt an der Expo 2015 in Mailand bestätigt. Graubünden, Tessin, Uri und Wallis wollen zusammen einen 150 Quadratmeter grossen Bereich im Schweizer Pavillon belegen, wie sie am Mittwoch mitteilten.
Die Kantone wollen den Tourismus stärken. Doch sie tun sich schwer damit. Das zeigt exemplarisch Nidwalden auf: Dort steht das neue Gesetz vor dem Scheitern. 
Roland Zegg von Grischconsulta ist überzeugt: Der Sommer in der Schweiz hat Zukunft. Nun brauche es passende Angebote. 
«Kreativ sein» heisst das Motto in Graubünden, im Berner Oberland und Wallis diesen Sommer. Die Hotels locken die Gäste mit speziellen Angeboten. 





Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Der Klimawandel betrifft nicht nur den Winter, sondern auch den Sommer. Nicht nur im negativen Sinne - doch gilt es, die positive Auswirkung «Sommerfrische» gezielt zu vermarkten.
In diesem Sommer fokussieren die Schweizer Tourismusverantwortlichen vor allem auf den Inland-Markt. Alle Touristiker rechnen mit einem Logiernächte-Minus.