hotelarchiv
27.05.2009
Grand Hôtel Bella Tola, St-Luc (VS)
(© Gd Hôtel Bella Tola & St-Luc/zvg)
Hotelarchiv Schweiz

Das erste Hotel Bella Tola in St-Luc entstand 1859/60 als Steinbau im kurz zuvor abgebrannten Dorfkern von St-Luc. Initiant war Pierre Pont, der später auch das Grand Hotel in Chandolin eröffnete. 1882/83 erbaute der initiative Eigentümer ein neues Hotel ausserhalb des Dorfes in schönster Aussichtslage. Dieses rentierte im Gegensatz zum ersten Haus im Dorf ausgezeichnet, so dass es nach nur sechs Jahren auf der Ostseite einen Anbau erhielt, geplant vom bekannten Architekten Louis Maillard aus Vevey (Grand Hôtel in Caux und in Territet). In dieser Form blieb das Hotel am westlichen Dorfrand bis heute als markantes Steingebäude erhalten.

Historisches Hotel des Jahres 2001
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden technische Verbesserungen ausgeführt, so erhielten zahlreiche Zimmer fliessendes Wasser, in den 1970er-Jahren kamen die ersten Baderäume in die Hotelzimmer. Mit der Zeit war das Hotel für den damaligen Besitzer unrentabel geworden, alte Hotels fanden damals noch keinen Anklang. Über eine Immobiliengesellschaft kam es 1996 in den Besitz von Anne-Françoise und Claude Buchs-Favre, die das Gebäude seither mit viel Engagement und Sachverstand instand stellten. 2001 wurde es vom Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) zum historischen Hotel des Jahres gewählt. 2009 feiert die initiative Eigentümerfamilie das 150-jährige Bestehen des Hotelbetriebs.

Weitere Literatur zu den alpinen Hotels im Wallis:

Flückiger-Seiler, Roland: Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 152-172.

Flückiger-Seiler, Roland: Alpine Hotels zwischen Rhonequelle und Furkapass. [Schriften des Stockalperarchivs in Brig, Heft 44] Brig 2008.

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