Auf seiner Wanderung durch die Schweiz 1780 beschreibt der Schwabe Karl Küttner das Panorama beim Signal de Bougy über dem Genfersee als «die schönste Aussicht in der Schweiz». Im Laufe des 19. Jahrhunderts fand diese Gegend mit dem Dorf Gimel Aufnahme in zahlreiche Reiseführer, obwohl dort lange Zeit keine Hotels vorhanden waren. Erst um 1862 entstand in Gimel das Hôtel de l’Union, welches um 1900 bereits weit herum bekannt war. Besonders beliebt wurde diese Gegend als «Sommerfrische der Genfer» und für die «schönen Waldspaziergänge», wie in zahlreichen zeitgenössischen Reiseführern nachzulesen ist.
Kurz vor 1900 entstand am nordwestlichen Dorfrand von Gimel mit dem Hôtel des Bains eine Wasserheilanstalt mit Eisenquelle. Innerhalb eines Jahrzehnts konnte die Anlage beträchtlich vergrössert werden, so dass 1910 bereits ein Grand Hotel mit 110 Zimmern und Salons, elektrischem Licht und Aufzug in den Werbebroschüren erschien. Besonders geworben wurde mit den ausgedehnten Spaziergängen im nahe gelegenen «Bois de la Rosière».
Massgeblich an der Entwicklung dieses Hotels mit wunderbarem Ausblick auf das Mont-Blanc-Gebirge waren die beiden 1898 eröffneten elektrischen Trambahnen von der SBB-Station Aubonne und von der Dampfschifflände in Rolle nach Gimel. Mit diesem modernen Verkehrsmittel konnte die noble Klientel sowohl den Aussichtspunkt Signal de Bougy (mit dem ebenfalls um 1900 erbauten Hotel gleichen Namens) sowie das Grand Hotel in Gimel bequem erreichen. Nach den Kriegsjahren wurde die Hotelanlage in Gimel umgenutzt zu einer kantonalen psychiatrischen Klinik.
Weitere Literatur zu den Hotels am
Genfersee:
Flückiger-Seiler
Roland. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer
Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 88-109.
Flückiger-Seiler Roland. Le développement de la construction hôtelière sur l’arc lémanique. In: Revue historique du Mandement de Bex, No XXXIII/2000. Bex 2000, p. 3-14.
Flückiger-Seiler Roland. L'hôtel-palace au XXe siècle entre abandon et redécouverte. In: Maillard Nadja (ed.) Beau-Rivage Palace Histoire(s). Lausanne 2008. S. 232-241.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.
Die Teilnahme der Schweiz an der Weltausstellung 2015 in Mailand soll 23,1 Millionen Franken kosten. 8 Millionen davon sollen Sponsoren beitragen. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Kreditbotschaft genehmigt.
Die vier Kantone der Gotthard-Region haben ihre Absicht zu einem gemeinsamen Auftritt an der Expo 2015 in Mailand bestätigt. Graubünden, Tessin, Uri und Wallis wollen zusammen einen 150 Quadratmeter grossen Bereich im Schweizer Pavillon belegen, wie sie am Mittwoch mitteilten.
Die Kantone wollen den Tourismus stärken. Doch sie tun sich schwer damit. Das zeigt exemplarisch Nidwalden auf: Dort steht das neue Gesetz vor dem Scheitern. 
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