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10.03.2009
Grand Hotel & Kurhaus Brünig (BE)
Gezeichneter Prospekt des Grand Hotel und Kurhaus Brünig (um 1910)
Gezeichneter Prospekt des Grand Hotel und Kurhaus Brünig (um 1910) (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)

Nach dem Bau der Fahrstrasse über den Brünigpass in den 1860er-Jahren und der Eröffnung der Brünigbahn 1888 entstanden auf der Passhöhe die Pension und das Restaurant «Alpina» und das «Grand Hotel und Kurhaus Brünig». Gemäss einer Familienchronik erbaute der unermüdliche Hotelkönig Franz Josef Bucher-Durrer 1888 «auf dem Brünig das Restaurationshotel und das Kurhaus der Gebrüder Haubensack».

Jaques Gros

Zu dieser Zeit, d.h. zwischen 1887 und 1890, arbeitete der später als Entwerfer des 1899 eröffneten Grand Hotel Dolder bekannte Architekt Jacques Gros in der Firma von Bucher-Durrer. Zur gleichen Zeit wie das Grand Hotel auf dem Brünig wurde auch das Parkhotel auf dem Bürgenstock nach dem Entwurf von Jacques Gros erbaut.

Eigenes Orchester, eigener Gottesdienst
Bei seinem Endausbau vor dem Ersten Weltkrieg wies der markante Bau 150 Betten auf, einen fortschrittlichen Komfort mit «Bäder, elektrischem Licht, Warmwasserheizung, grossen Parkanlagen und Waldungen…» Erwähnt wird im Reiseführer von 1912 sogar ein eigenes Orchester und ein «English Church Service at the Hôtel Kurhaus, where the Chaplain resides.»

Untergang nach den Weltkriegen

Mit dem Kriegsausbruch gingen die Gästezahlen rapid zurück und 1918 musste der Betrieb eingestellt werden. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Hotel abgebrochen, auf dem parzellenweise verkauften Land entstanden in der Folge mehrere Ferienhäuser.

Romantische Schilderung des Hotels und seiner Umgebung in: Widmann Josef Viktor. Brünigtage. In: Spaziergänge in den Alpen. Frauenfeld 1914, 6. Auflage, S. 407-412.

 

  
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Fotografie der Südfront des Kurhaus Brünig (um 1910)   (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)
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