Bereits im frühen 19. Jahrhundert wurden die Wasserfälle am Giessbach bekannt. Der Brienzer Lehrer Johannes Kehrli errichtete um 1810 eine erste Sitzgelegenheit, 1822 eine Schutzhütte. Damals wurden viele Besucher durch die berühmten Schifferinnen von Brienz hinüber gerudert.
Hotelierfamilie Hauser beauftragt Davinet
1857
eröffneten die Gebrüder Rappard, politische Emigranten aus Preussen, ein erstes
Hotel, das heutige Kurhaus in der rückseitigen Geländemulde. Nach dem Kauf der Liegenschaft
durch die Hotelierfamilie Hauser 1870 beauftragte diese den bekannten Architekten
Horace Edouard Davinet mit der Projektierung eines Hotelneubaus. Nach dessen
Plänen entstand auf einer künstlich geschaffenen Terrasse ein nach Südwesten
gerichteter Haupttrakt mit Blick über den unteren Brienzersee.
Hoteleigene Drahtseilbahn
Das 1875
eröffnete Gebäude besass bereits ein eigenes Gaswerk, eine Grosswäscherei,
mehrere Badekabinette, zahlreiche Wasserklosetts und eine gedeckte Wandelbahn
im «foresto-rustico»-Stil. Zur besseren Erschliessung erstellten die Gebrüder
Hauser eine hoteleigene Drahtseilbahn, welche die Gäste seit der Sommersaison
1879 von der Schiffstation zum Hotel hinauf führt.
Wiederaufbau nach Grossbrand
Nach einem Grossbrand am 4. Oktober 1883 wurde sogleich ein Wiederaufbau
geplant, allerdings nun im zeitgemässeren Schweizer Holzstil: an die Stelle der
Kuppeln von 1875 traten schlanke Spitzhelme, die Dreieckgiebel wurden durch kräftig
vorkragende Giebeldächer ersetzt. Bei der Wiedereröffnung im Juli 1884
leuchteten im neuen Hotel Giessbach die ersten elektrischen Lampen.
Rettung dank Stiftung
Nach
mehreren Besitzerwechseln schloss das Hotel 1979 seine Tore, um nach
dem Willen der Eigentümerschaft Platz zu machen für ein zeitgemässes
Chalet-Appartementhaus. Eine Arbeitsgruppe unter der Federführung von Rudolf
von Fischer, dem damaligen Berner Burgerratspräsidenten, setzte sich für die Erhaltung des traditionellen Hotelbaus
mit seiner einmaligen Parkanlage ein. Dank der Unterstützung einer von Franz
Weber ins Leben gerufenen Stiftung «Giessbach dem Schweizervolk» gelang die
Rettung.
Historisches Hotel des Jahres 2004
Die gleichzeitig gegründete «Volks-AG» hatte in einem knappen Jahr drei Millionen Franken in der ganzen Schweiz gesammelt. Im Juni 1984 konnte
der Hotelbetrieb provisorisch wieder aufgenommen werden. Am 1. Mai 1987 wurde die
Eröffnung des mit Hilfe der Denkmalpflege restaurierten Hotels mit einem
grossen Ball gefeiert. Seither erhielt auch die Drahtseilbahn mehrere
technische Verjüngungskuren. Sie ist als älteste Drahtseilbahn der Schweiz aber
immer noch weitgehend im Originalzustand erhaltenen. Für das Jahr 2004 erhielt
das Hotel Giessbach vom Internationalen Rat für Denkmalpflege (Icomos) den
verdienten Titel «Historisches Hotel des Jahres» zugesprochen.
Kunstführer zum Hotel Giessbach:
Schweizer Jürg, Rieker Roger. Grandhotel Giessbach. Schweizerische Kunstführer GSK, Serie 76, Nr. 751. Bern 2004.
Weitere Literatur zu den Hotels im Berner Oberland:
Flückiger-Seiler Roland. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 110-133.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an. 
Die Organisation Schweiz Tourismus will den Schweizer Ferientag und den Switzerland Travel Mart 2013 in Bern durchführen. Nun ersucht Bern Tourismus die Stadt und den Kanton Bern um einen Beitrag von je 0,3 Mio. Franken für die Durchführung des Grossanlasses.
Die Spielbank Baden kann die Kugel auch in Liechtenstein rollen lassen. Das Aargauer Unternehmen hat mit einem Liechtensteiner Unternehmer zusammen die erste und einzige Spielbankenkonzession für das Fürstentum erhalten.
Der Bündner Ferienort Arosa ist wegen seiner Städtepartnerschaft mit Shangri-La in der chinesischen Provinz Yunnan in die Kritik der Schweizer Tibeterorganisationen geraten. Eine Aussprache am Donnerstag in Chur verlief ergebnislos.
Die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft Air Berlin tritt am 20. März als Vollmitglied dem Luftfahrtbündnis Oneworld bei. Diesen Termin gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt.


Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Ausländische Investoren kaufen Hotels, oft als reine Geldanlage. Die Rentabilität ist zweitrangig. Das beobachtet Stephan JJ. Maeder, Präsident des Hotelier-Vereins Berner Oberland.
Hinter den «Swiss Dreams Hotels» stehen indische Investoren mit einem Faible für ehemalige Traditionshäuser. Zwei ihrer fünf Hotels serbeln hinter geschlossenen Türen dahin. Die Besitzer lassen sich nicht in die Karten blicken.