hotelarchiv
06.08.2009
Grand Hotel Habsburg, Schinznach-Bad (AG)
Wettbewerb: Von sechs Einsendungen waren vier richtig. Gewonnen hat Rodolphe Schelbert aus Saint-Prex.
Wettbewerb: Von sechs Einsendungen waren vier richtig. Gewonnen hat Rodolphe Schelbert aus Saint-Prex. (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)
Hotelarchiv Schweiz

Schinznach-Bad gehört zu den bedeutenden traditionellen Bädern der Schweiz. 1651 entdeckte man dort eine heisse Schwefelquelle, die bald darauf als Heilbad diente und 1658 ein erstes Badehaus erhielt. 1670 wurden die Quelle verschüttet und die Badegebäude von der Aare weggerissen. Nach einer Neufassung des Wassers 1691 auf dem rechten Ufer nahm das Bad in Schinznach (auch Habsburger Bad genannt) einen schnellen Aufschwung als beliebter Treffpunkt der Oberschicht.

1706 entstand ein erstes grösseres Hotelgebäude mit Mansartdach. Bäder waren seit alter Zeit beliebte Orte für politische Zusammenkünfte, weil sie gute Übernachtungsmöglichkeiten anboten. Besonders bekannt wurde Baden als häufiger Tagsatzungsort der Alten Eidgenossenschaft. In Schinznach-Bad wurde 1761 die Helvetische Gesellschaft gegründet.

Die bedeutendste bauliche Entwicklung erlebte Schinznach 1824-27, als der Zürcher Architekt Hans Conrad Stadler für den damals äusserst beliebten Badeort eine grosse Hotelanlage mit halbrundem Badehaus entwarf, die für zahlreiche weitere Anlagen als Vorbild diente. 1848 bezeichnete der spätere Bundesrat Stefano Franscini in seiner Statistik Schinznach als eines der wichtigsten Bäder der Schweiz.

Neben der Hauptanlage mit Hotel und Badhaus aus den 1820er-Jahren fanden sich um 1900 mehr als ein Dutzend weitere Gebäude auf der weitläufigen Gesamtanlage. 1920 kam noch ein Tennisclub hinzu, 1928 ein Golfplatz für die zahlreichen englischen Kurgäste. In den 1980er-Jahren entstand ein beliebtes Erlebnisbad.

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