Kann es auf dem europäischen Kontinent überhaupt ein besseres Hotel als das Grand Hotel in Locarno geben? Gemäss Werbeprospekt scheint das Grand Hotel das beste, schönste und bekömmlichste zu sein, und dank des Gotthard-Tunnels sogar das nächst gelegenste. Das Kommunikationsnetz ist auch hier ein wichtiges Werbeargument. Betrachtet man die Reisezeiten, war das Hotel von überall her gut und schnell erreichbar; nur London und Paris lagen damals ein wenig weiter...
Neben der guten Lage war das milde Klima das ausschlaggebende Verkaufsargument. Im 19. Jahrhundert litten viele Leute an Phtysie pulmonaire, später Tuberkulose genannt. Auch Kaiserin Elisabeth litt unter ewigem Husten. Das Tessin war für seine milden Winter bekannt. Die Rentner aus nördlich gelegenen Ländern wie Russland, Preussen oder England zogen anfangs September wie die Zugvögel gen Süden. Im Sommer waren die Russen auf ihren Landsitzen, wo sie der Ernte und deren Festen mit Hochzeiten und Taufen beiwohnten, die Preussen waren an der Nordsee und die Engländer spazierten am Channell in Brighton. Aber kaum kam der Nebel, der kalte Wind und der Schnee, reisten alle dorthin, wo es noch sonnig war und die Luft warm über die Blumenbeete blies. Das ist der Grund, weshalb der Prospekt des Grand Hotels zahlreiche klimatische Beschreibungen enthält. Für seine Gesundheit galt es, sich nach dem Sommer einer Traubenkur zu unterziehen, damit man die kommenden Festtage in vollen Zügen geniessen konnte. Die Ärzte empfohlen eine Kur pro Jahr, um den Darm zu reinigen. Prominente Gäste wie der französische Politiker Léon Gambetta hinterliessen uns Zeugnisse dieser Usanz: So schrieb Gambetta seinem Arzt, wie sehr er die Kur genoss und jeden Tag tüchtig f... und s... konnte. Das Grand Hotel Locarno lockte deshalb damit, dass man den Most früher geniessen konnte und auf den Wein aber nicht verzichten musste! Der Prospekt wurde gratis verschickt.
Für die Innenräume von Basler Restaurantionsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.
Die Tobi Seeobst AG hat 2011 die Umsatzgrenze von 60 Millionen Franken überschritten. Trotz Margendruck blieb die Ertragslage stabil, wie das Unternehmen am Freitag am Hauptsitz in Bischofszell mitteilte.
In den Nachbarländern steigt die Zahl der Sommer-Logiernächte. Österreich setzt auf Wandern und Geniessen, Südtirol auf alpine Kompetenz und Bayern auf Aktivurlaub. 
Sie nennen sich «Kafi Dihei», Pension Frau Meise, Kunstkaffeehaus Que Sera und haben eines gemeinsam: Sie heissen ihre Gäste im Retro-Chic willkommen. 
Tee mit Milch, Sirup - und vielen kleinen Kügelchen: «Bubble Tea» ist in Asien und auch Deutschland längst Kult. Jetzt ist das Trendgetränk auch in der Schweiz angekommen.
Bis am Sonntag kocht die griechische Kochelite am Festival «Sani Gourmet 2012» auf der Halbinsel Chalkidiki. Einer der Starköche ist Nikos Boukis vom «Selene» auf Santorini 




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Das besondere Konzept Der neu eröffnete «Kosher Classroom» in Berlin zelebriert jeden Freitag ein Shabbat-Dinner mit traditionellen Segenssprüchen.
Die Teilnahme der Schweiz an der Weltausstellung 2015 in Mailand soll 23,1 Millionen Franken kosten. 8 Millionen davon sollen Sponsoren beitragen. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Kreditbotschaft genehmigt.