In den 1860er-Jahren erwachte Locarno langsam aus seiner Isolation. Die Gründe dazu finden sich im Eisenbahnbau, der damals das ganze Tessin bewegte. Erste Initiativen zum Bau eines grossen Hotels finden sich in Locarno bereits kurz nach 1860, gebaut wurde das neue Grand Hotel aber erst in den 1870er-Jahren. Am 20. Dezember 1874 konnte das Bankett zur Eröffnung der Eisenbahnlinie Bellinzona - Locarno im beinahe vollendeten Festsaal stattfinden, im Jahr darauf wurde das neue Grand Hotel feierlich eingeweiht. Es entwickelte sich im Tessin zum Wegbereiter für diesen Bautyp.
Frieden besiegelt
Die Erschütterungen des Ersten Weltkrieges trafen, wie in der ganzen Schweiz, auch Locarno und seine Hotellerie. Zu neuem, schwungvollem Leben erwachte das Grande Albergo 1925, als der Frieden des Ersten Weltkriegs in seinen Räumen besiegelt wurde, eingeleitet durch erste geheime Kontakte zwischen dem deutschen Reichskanzler Gustav Stresemann und dem französischen Premier Aristide Briand im benachbarten Grand Hotel Brissago. Die reiche Ausmalung der Festsäle im Erdgeschoss geht auf diese Zeit zurück. Eine besondere Bedeutung erhielt das Haus durch das Filmfestival von Locarno, welches 1947 in der Gartenanlage des Grand Hotels erstmals stattfand.
Imposante Treppenanlage
Von ausserordentlicher Bedeutung ist im Innern die grosszügige, doppelt geführte Treppenanlage über drei Stockwerke mit einem imposanten venezianischen Leuchter im Innenhof. Zusammen mit den von Säulen getragenen gewölbten Decken ergibt sich eine der imposantesten Treppenanlagen, die in der Belle Epoque in Schweizer Hotelbauten realisiert worden sind.
Eigentümer gesucht
Leider steht das Hotel seit einigen Jahren leer. Aus der Sicht der Erhaltung wertvoller Kulturgüter ist dem bedeutendsten heute noch vorhandenen historischen Hotel im Tessin bald eine sensible Eigentümerschaft zu wünschen. Mit dem nötigen Engagement und dem entsprechenden Verständnis aller Beteiligten liesse sich auch in Locarno, wie andernorts in der Schweiz, in dieser Frage eine vernünftige Lösung finden.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folgen mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.




Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an.
Schnarchen oder Fernsehen bis in alle Nacht: Manche Paare bevorzugen statt eines Doppel- zwei Einzelzimmer. Für Hoteliers eine nicht alltägliche Situation.