Die Hotelanlage auf Sonnenberg geht auf ein erstes Wirtshaus zurück, das im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts im Bereich des heutigen Grand Hotels erbaut und gegen 1850 bereits erweitert wurde. 1852 erwarb Michael Truttmann das Gasthaus und erstellte (im Bereich der heutigen Gartenanlage vor dem Grand Hotel) sogleich ein zweites Gebäude: ein damals im ländlichen Gasthausbau üblicher zweistöckiger Holzbau, der bereits 1859 auf mehr als das Doppelte vergrössert wurde. Dieser Bau wurde 1901 abgebrochen. 1864 entstand das sogenannte Steinhaus oder «english pension» als weiterer Gasthausbau auf der Südseite des Holzbaus von 1860: ein viergeschossiger Steinbau mit schwach geneigtem Walmdach.
1875/75 liess Truttmann an
Stelle des ersten Gasthauses ein neues Grand Hotel erstellen. Architekt war der
bekannte Horace Edouard Davinet, ein gebürtiger Franzose, der damals zusammen
mit seinem Schwager Friedrich Studer (der Architekt des ersten Bundeshauses) in
Interlaken ein erfolgreiches Architekturbüro führte. Das Hotel war bis zum
Zweiten Weltkrieg in Betrieb, danach stand es einige Jahre leer, bis es 1976/77
als Zentrum für Transzendentale Meditation des Maharishi Mahesh Yogi umgebaut wurde.
Weitere
Literatur zu den Hotels am Vierwaldstättersee:
Flückiger-Seiler Roland: Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 134-152.
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