Im Werbeprospekt des Hotel Bellevue fällt auf, dass zahlreiche Strassen, Fusswege und Pferde abgebildet sind. Das hat seinen Grund: Eine der Hauptbeschäftigungen der Touristen in der Belle Epoque war es, spazieren zu gehen. Die ersten Touristen, die die Schweiz und ihre Alpen in den 1860er Jahren entdeckten, waren fast ausschliesslich echte Bergliebhaber und scheuten sich nicht davor, von einem Ort zum anderen zu Fuss zu gehen, so z. Bsp. die legendären Cook Reisenden.
Doch mit der Verbreitung des Zuges kamen bald Gäste mit anderen Bedürfnissen: Diese neuen Gäste wollten zwar auch die Berge besichtigen, aber wenn möglich ohne grössere Anstrengungen. Da es in allen Dörfern Leiterwagen und Pferde gab, organisierten sich die Hoteliers mit den Bauern. Sie trieben so viele Kutschen, Fiaker und Droschken wie möglich auf, um die Touristen bequem von einem Ort zum anderen zu fahren. Die Werbung des Hotels Bellevue widmet sich daher auch den Verkehrsverbindungen zu den verschiedenen Aussichtszielen.
Besonders wichtig jedoch ist die Reklame für das eigene Fuhrwerk. Die meisten Kutschen mussten gemietet werden. Bevor es Zugverbindungen gab, mieteten wohlhabende Touristen Lohnkutscher, die auch mehrere Monate auf grösseren Reisetouren unterwegs sein konnten. Dass ein Hotel sein eigenes Fuhrwerk besass, war für die Gäste eine Garantie dafür, dass sie weniger lang auf ein «Taxi» warten mussten.
Hinter der Werbung steckt noch eine wichtige Mitteilung für die Damen: Die Fuhrwerke ermöglichten es den Damen, eingekleidet in den schönsten Kleidern der letzten Pariser Mode, unbeschwert spazieren zu fahren und die Engadiner Bergwelt zu geniessen. Im Vordergrund erkennt man zur Verdeutlichung dieser Botschaft eine Dame in rotem Kleid mit der eleganten Silhouette der letzten Kürassmode.
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.