Das Hotelimperium, das Ami Chessex vor dem Ersten Weltkrieg in Territet besass, hatte seinen Ursprung in einer bescheidenen Pension, die von seinem Vater im Jahre 1840 eröffnet worden war und die schon bald kontinuierlich wuchs. 1855 entstand ein grosses neues Hotelgebäude unterhalb der Strasse. Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie von Montreux nach Villeneuve im Jahre 1861 nahm der Fremdenstrom markant zu, weshalb Chessex zwei Jahre später ein komplett neues Haus eröffnete. Im Sommer 1875 kam ein neues Speisesaalgebäude hinzu, 1882-1884 entstand auf der Nordwestseite ein langgestreckter Terrassenvorbau («promenoir») mit Läden, Bank und Post sowie dem Bahnhofbuffet der gleichzeitig eröffneten Station Territet.
Im Jahre 1887 gab die Erstellung des Grand Hôtel in Territet durch den Architekten Louis Maillard aus Vevey im Auftrag von Ami Chessex den Startschuss zu einer neuen imposanten Hotelbautätigkeit in Territet, die mit dem 1905 eröffneten und vom Architekten Eugène Jost entworfenen Hôtel des Alpes ihren Höhepunkt und zugleich Abschluss fand. Das neuste Hôtel des Alpes zeichnet sich, wie die beiden anderen von Eugène Jost in Montreux neu erstellten Grand Hotels (Caux-Palace 1902 und Montreux Palace 1906) als schmaler Längsbaukörper aus, bei dem die Zimmer entlang eines langen Erschliessungskorridors mehrheitlich seeseitig angeordnet sind.
1975 wurde der Hotelbetrieb in den beiden ehemaligen Grosshotels in Territet eingestellt, 1979 fand ein grosser Ausverkauf des Hotelmobiliars statt und anschliessend wurden in den ehemaligen Zimmeretagen grosszügige Appartements eingebaut. Erhalten blieben die Hotelhalle und die Korridore, der Speisesaal mit den anschliessenden Sälen als «Audiorama» (Musée Suisse de l’audiovisuel) sowie der Festsaal, die Veranda von 1911 und Rauchersalon als «Théâtre de l’Alcazar».
Wettbewerb: Der Wettbewerb forderte unsere Leserinnen und Leser heraus: Von 45 Teilnehmenden
tippten 15 richtig. Aus allen richtigen Zusendungen wurde
Anne-Marie Sèvegrand ausgelost und gewinnt das Buch «Schweizer
Hotelplakate 1875-1982» von Karl Bowman.
Weitere Literatur zum Hotelbau am Genfersee:
Flückiger-Seiler Roland. Le développement de la construction hôtelière sur l’arc lémanique. In: Revue historique du Mandement de Bex, No XXXIII/2000. Bex 2000, p. 3-14.
Flückiger-Seiler Roland. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 88-109.
Weitere Literatur zu den Hotels in Territet:
Lüthi Dave. Le Grand Hôtel et Hôtel des Alpes Territet. Rapport historique et architectural. Manuskript im Archiv Montreux. 1996.
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.




Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.