hotelarchiv
29.04.2009
Hôtel National, Genf
Ansichtskarte des Hôtel National um 1900.
Ansichtskarte des Hôtel National um 1900. (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)
Hotelarchiv Schweiz

 

Das Hôtel National entstand als letztes Grand Hotel in Genf, kurz bevor eine allgemeine Wirtschaftskrise den weiteren Hotelbau fast ein Jahrzehnt lahmlegte. Der junge Architekt Jacques Elysée Goss konnte anschliessend an diesen Hotelbau das Theatergebäude der Stadt Genf ausführen, 1896 war er Chefarchitekt der Landesausstellung in Genf.

Das Hotel National ist ein charakteristischer Vertreter der seit den 1860er Jahren in der ganzen Schweiz gebauten Palasthotels, die sich am Vorbild der französischen Renaissance orientierten. Zwischen 1920 und 1936 war das vorher leer stehende Hotel Sitz des Völkerbunds (Société des Nations). 1924 erhielt das Gebäude den Namen «Palais Wilson». Nach erneutem Leerstand und Bränden in den 1980er-Jahren beschloss der Bund 1992 den Kauf, um dort ein Umweltzentrum («Maison de l’Environnement») einzurichten. Auf Wunsch des UNO-Generalsekretärs Kofi Annan wurde das Gebäude aber zum Hochkommissariat für Flüchtlinge der UNO umgebaut und 1998 wieder eröffnet.

 

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