Der Name des Hotels spricht für sich: es geht hier um die Lage am See. Ursprünglich war ein Seeufer ein Waren-Umschlagplatz: Waren wurden von einem Ort an einen anderen verfrachtet. Die Docks waren gefährlich und schmutzig und der Raum zwischen den Häusern und dem Wasser war vollgestopft mit gestapelter Ware. Auch war das Land direkt am See gelegen billiger als Grundstücke an der Strasse, was Hoteliers schon früh erkannten und für sich nutzten, noch bevor es zum guten Ton gehörte, dem Gast einen Seeblick offerieren zu können.
Mit Aufkommen des Tourismus wird der See plötzlich zum Aussichtsziel. Die Stadtmauern fallen und das Seeufer wird zu einem gesellschaftlichen Begegnungsort. Plötzlich tauchten am Kanal oder am Seeufer «Guinguettes» auf, Schenken (Kneipen) nach Pariser Mode, die einheimischen (sauren) Wein servierten. Es war die Zeit der Impressionisten, die wie keine anderen diese Terrassen in ihren Gemälden überliefert haben.
Da die Hoteliers immer mit der Mode gehen, bauen sie gegen den See, um den See, auf den See. Es entstehen die Quais. Und damit die Gäste nicht nur spazieren gehen, sondern im Sommer auch im leichten Wind ein Glas Rosé oder eine Limonade trinken können, bauen sie Terrassen und Lauben. Der Hotelier sorgt für ein Naturerlebnis, indem er auf seiner Terrasse eine Reihe von Orangenbäumen in Töpfen stellte. Dadurch breitet er sich auch etwas auf dem öffentlichen Raum aus und gewinnt ein paar Tische dazu (pst, nicht weitersagen, das macht man heute auch noch so...).
Der Quai vor dem Hotel wurde zur Promenade. Damit die Mitteilung klar war, wurden auf dem Stich offene Pferdewagen und Fahrräder erwähnt. Auch das Dreirad, das uns heute seltsam anmutet, durfte nicht fehlen. Zu dieser Zeit wurde viel Werbung für das Fahrrad gemacht, und in den Grossstädten gab es zahlreiche Velodrome. In den Zeitungen konnte man lesen, dass auch die Damen Rad fahren können, es sei von vielen Ärzten gegen «Gemütsstörung» empfohlen. Dank der Engländerin Amelia Bloomer durften die tapfersten der jungen Damen sogar die ersten Hosen tragen, die sogenannten Bloomer. Auch Ausflüge mit kleinen Booten oder in grösseren Schiffen waren verbreitet.
Zum Abschluss noch ein scharfsinniges Detail: auf zwei der Schiffe sind Weinfässer zu sehen und im kleinen Ansichtsbild oben rechts sehr deutlich der Rebbau oberhalb der Stadt Rapperswil. Dem Wein wird hier eine grosse Bedeutung zugemessen.
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.