hotelarchiv
14.04.2009
Hotel Beau-Rivage, Interlaken (BE)
Wettbewerb: Fritz Herren aus Bellmund hat Wein in einer Originalkiste gewonnen. Er wusste, welches Hotel auf diesem Bild brennt – so wie fünf andere Einsender; er wurde als Gewinner ausgelost. (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)
Wettbewerb: Fritz Herren aus Bellmund hat Wein in einer Originalkiste gewonnen. Er wusste, welches Hotel auf diesem Bild brennt – so wie fünf andere Einsender; er wurde als Gewinner ausgelost. (© Hotelarchiv Schweiz/zvg) (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)

1831 entstand in der Nähe des heutigen Ostbahnhofs in Interlaken, am Ende des später weltberühmten Höhewegs, die kleine Pension Fischer als Holzchalet. 1872/73 erbaute der erfolgreiche Hotelier Fischer ein mächtiges neues Hotel als Schlossanlage mit Mansartdach, zwei Ecktürmen und aufwändigen Zierformen im Stil der französischen Renaissance. Architekt dieses Prunkbaus war der aus Frankreich stammende, in Bern ansässige Horace Edouard Davinet, der Erbauer auch des Giessbach-Hotels und des Hotel Schreiber auf Rigi-Kulm.

Brand und Wiederaufbau
In der Folge der Krise in den späten 1879er-Jahren wurde das Hotel zweimal versteigert, 1895 kam es an den Luzerner Hotelier Albert Döpfner. Am 28. März 1899 brannte das Haus bis auf die Grundmauern ab. Gleich darauf wurde es unter Beibehaltung der äusseren Erscheinung wieder aufgebaut. Das Foto, aufgenommen von einem zufällig anwesenden Amateurfotografen zeigt die allgemeine Ratlosigkeit gegenüber einem solchen Brand, zu dessen effizienter Bekämpfung noch nicht genügend Mittel vorhanden waren.

  
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