In Andermatt setzte die touristische Entwicklung mit entsprechenden Hotelbauten nach 1850 ein, das 1854 erstellte Hotel «St. Gotthard» war das erste Gasthaus im Dorf. 1870 folgte in freistehender Lage an der nördlichen Peripherie der Siedlung das Kurhaus Bellevue von Sebstian Christen-Kesselbach, erbaut nach Plänen des Luzerner Architekten Gustav Mossdorf. Es war das erste grosse Hotel von Andermatt und gehörte zu den «Musterhotels der Schweiz».
Zu den touristischen Angeboten gehörte etwa das Fischen im Oberalpsee für Gäste des Hotels oder die künstliche Illumination der Teufelsbrücke in der Schöllenen-Schlucht. Im Sommer 1888 kam das Grand Hôtel Danioth der gleichnamigen Hoteliersfamilie als weiteres Grosshotel am westlichen Dorfrand hinzu. Nach der Eröffnung der Gotthardbahn 1882 standen den immer zahlreicheren Fremden in Andermatt gegen zehn Hotels zur Verfügung. Gleichzeitig versuchte der initiative Hotelier Sebastian Christen-Kesselbach von Hotel Bellevue die Einführung eines Winterbetriebes, was aber wegen der fehlenden wintersicheren Verkehrsverbindung nach Göschenen misslang. Nach dem Tod des Begründers kam das Hotel Bellevue 1900 in die Hände der bekannten Hoteliersfamilie Müller-Lombardi, die es 1905 und 1912 in zwei Etappen modernisierte.
Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs kamen nur noch wenige Gäste nach Andermatt und die Wirtschaftskrise der späten 1920er-Jahre brach den meisten Hotels schlussendlich das Genick. Die beiden grössten Häuser, das Grand Hôtel Danioth und das Bellevue-Palace schlossen ihre Tore im Zweiten Weltkrieg, letzteres wurde noch einige Zeit durch das Militär genutzt. 1986 wurde das Hotel Bellevue abgebrochen, im Sommer 2008 auch das ehemalige Grand Hotel Danioth.
Weitere Literatur zu den Hotels in Andermatt:
Brunner Thomas: Oberes Reusstal und Ursern. Die Kunstdenkmäler des Kantons Uri, Band IV, S. 331-347.
Andermatt – Baukultur entdecken. Ein Rundgang mit dem Schweizer Heimatschutz. Zürich /Andermatt 2005
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.


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Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.