In einer markanten Kehre, mit der die neue Furkastrasse in den 1860er-Jahren bewusst zum Rhonegletscher hin geführt wurde, entstand 1882 das kleine Hotel Belvédère, initiiert vom damals 24-jährigen Josef Seiler. Josef war der Sohn von Alexander dem Älteren und Katharina Cathrein, seit 1882 Alleineigentümer des bedeutenden Hotelbetriebes, der fünfhundert Höhenmeter weiter unten in Gletsch lag. Der Start des neuen Betriebs schien sich sehr schwierig zu gestalten: 1889 wird das Belvédère im Reiseführer von Baedeker nicht mehr genannt, in den Ausgaben von 1891 und 1893 sogar explizit als geschlossen bezeichnet. Nach einer längeren Schliessung wagte der initiative Josef Seiler zu Beginn der 90er-Jahre einen Neustart. Zu dieser Zeit war die Passstrasse über den Grimselpass im Bau und ganz allgemein glänzte die touristische Entwicklung mit einem steilen Aufwärtstrend. Seit 1895 taucht «das kleine Belvédère» wieder regelmässig in den bekannten Reiseführern auf.
Die gute Aussichtslage schien sich im ausgehenden 19. Jahrhundert auch für das Belvédère zu bewähren. In den Jahren 1903/04, als die Hotellerie im ganzen Land zu grossen Höhenflügen ansetzte, wagte Josef Seiler nochmals einen Ausbau. Dabei wurde das ehemals einfache Haus mit Satteldach um vier Fensterachsen nach Süden verlängert, zwei zusätzliche Stockwerke aufgebaut und das Gebäude mit einem charakteristischen Mansartdach eingedeckt. Dabei erhielt das Belvédère sein heutiges charakteristisches Aussehen.
In der Zeit des beinahe grenzenlosen touristischen Aufschwungs im frühen 20. Jahrhundert suchte Hotelier Seiler auch den Anschluss an das schweizerische Eisenbahnnetz. Tatkräftig unterstützte er den geplanten Bau der Eisenbahnlinie von Brig über den Furkapass Richtung Andermatt, mit Anschluss in Göschenen an die 1882 eröffnete Gotthardbahn. Als die ersten Projekte zum Bau einer Furkabahn auftauchten, ersuchte er 1909 die Bundesversammlung um eine Konzession für eine Drahtseilbahn von der geplanten Bahnstation Mutbach beim Portal des Furkatunnels zu seinem Hotel Belvédère. Weil sich die Realisierung der Furkabahn aber ungewöhnlich lange verzögerte, geriet auch das Projekt einer Drahtseilbahn zum Hotel Belvédère in Vergessenheit. Nach den Qualen des Ersten Weltkriegs tauchte das Projekt nicht mehr aus der Versenkung auf.
Weitere Literatur zu den Hotels am Rhonegletscher:
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Alpine Hotels zwischen Rhonequelle und Furkapass. [Schriften des Stockalperarchivs in Brig, Heft 44] Brig 2008.
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 168-171.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folgen mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.


Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an.
Schnarchen oder Fernsehen bis in alle Nacht: Manche Paare bevorzugen statt eines Doppel- zwei Einzelzimmer. Für Hoteliers eine nicht alltägliche Situation.