hotelarchiv
28.07.2009
Hotel Blume, Baden (AG)
(© Hotelarchiv Schweiz/zvg)
Hotelarchiv

 

Das Traditionshaus «Badhotel zur Blume» in Baden wird im Jahre 1421 erstmals urkundlich erwähnt. Es existierte also wohl schon zur Zeit des Konzils zu Konstanz, als sich der päpstliche Sekretär im Sommer 1414 auf der Durchreise längere Zeit in Baden aufhielt und das Leben in der Bäderstadt eingehend schilderte. 1467 kam das Gasthaus in den Besitz der Badener Familie Borsinger, in dessen direkter Nachkommenschaft das Haus bis zum Kauf durch die Familie Erne im Jahr 1973 blieb.

Seit dem frühen 17. Jahrhundert erscheint die Platzfassade des Hotels auf allen Bilddokumenten in fast gleichem Zustand und macht noch heute den Eindruck eines spätmittelalterlich-barocken Baus. Die bedeutendste Veränderung erhielt das Hotel-Ensemble in den 1870er-Jahren mit dem Abbruch und Neubau des Südtrakts durch den Badener Architekten Robert Moser. Der neue Flügel entstand als dreigeschossiger Bau mit Walmdach und einer Fassadengestaltung in Anlehnung an italienische Renaissance-Paläste.

Heute steht die Blume als einziges Badener Traditionshotel im Bäderquartier noch in voller Blüte. Besonders imposant erscheint der Lichthof im Innern des Gebäudes, der als Erschliessungsraum für alle Zimmer im Hauptbau dient, gleichzeitig aber auch als Speisesaal für Hotelgäste und Passanten ein unvergleichliches Ambiente für ein stimmungsvolles Essen bietet.

2003 wurde die Familie Erne vom Aargauer Heimatschutz für die jahrzehntelange Pflege des Traditionshotels Blume mit dem Aargauer Heimatschutzpreis ausgezeichnet.

 

 

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