hotelarchiv
14.10.2010
Hotel Bregaglia, Promontogno (GR)
Werbekarte des Hotels Bregaglia um 1900
Werbekarte des Hotels Bregaglia um 1900 (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)

Das auf die Sommersaison 1877 eröffnete Hotel Bregaglia im Bergeller Dorf Promontogno entstand als Etappenort auf der Strasse zwischen Chiavenna und St. Moritz. Die Pläne zu diesem bedeutenden und reich gestalteten Hotelbau an der Durchgangsstrasse ins Engadin fertigte der aus Vicenza stammende, aber lange Zeit im Engadin tätigen Architekt Giovanni Sottovia.

Der V-förmige Grundriss des Hauses lehnt sich gekonnt an die Topografie des Geländes an, der markante achteckige Turm mit reich ausgestatteten Turmzimmern bildet ein auffälliges Gestaltungselement dieses aus Süden von weitem sichtbaren Hotelgebäudes. Die Hotelzimmer und Korridore sind teilweise mit figürlichen Malereien reich dekoriert. Der Lichthof im Innern diente bei der Eröffnung, als das elektrische Licht noch nicht vorhanden war, zur Belichtung der Erdgeschossräume; in neuerer Zeit wurde über dem Erdgeschoss eine Decke eingezogen. Die Mehrzahl der Räume ist in einfachem Standard, aber noch weitgehend originalgetreu erhalten.

Publikation zum Hotel Bregaglia:
Rucki Isabelle, Keller Stefan (Hrsg.): Hotel Bregaglia – Ein Findling im Bergell. Baden 2009.

Weitere Literatur zum Hotelbau in Graubünden:
Flückiger-Seiler Roland. Hotelpaläste zwischen Traum und Wirklichkeit. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2003. Seiten 172-188.

 

  
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Ansicht des Hotels Bregaglia und des Bergells um 1900 <nobr>   (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)</nobr>
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