Wieder ein Stich, auf welchem die Eisenbahn prominent in Erscheinung tritt. Es wurde viel über den Pioniergeist der Engadiner Hoteliers gesprochen, aber auch die Bündner Ingenieure waren bekannt für ihre mutigen Projekte. 1847, ein Jahr vor Gründung des Bundesstaates, ist es fast gelungen, den Norden mit dem Süden via Chur und Biasca zu verbinden. Zehn Jahre lang, von 1853 bis 1863, kämpften die beiden Parteien Pro Gotthard gegen Pro Lukmanier, bis sie sich Dank Alfred Escher, dem Präsidenten der damaligen Schweizerischen Nordostbahn, auf einen Tunnel durch den Gotthard einigen konnten. Escher übernahm das Projekt, das Göschenen mit Airolo verbinden sollte. Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1872. Auf beiden Seiten arbeiteten bis zu 1600 Arbeiter, vorwiegend Italiener aus den armen Dörfern des benachbarten Piemonts und der Lombardei. Es waren dies die ersten Immigranten, die Stammväter vieler heutiger Schweizerfamilien italienischer Abstammung. Ihre Söhne und Enkel arbeiteten später an anderen Bahnlinien oder auch auf den Baustellen der Schweizer Hotellerie, wenn sie es nicht sogar bis zu einer Position als Hotelangestellte brachten.
Es vergingen mehr als sieben Jahren, bis sich die beiden Baukolonnen im Februar 1880 die Hand geben konnten. Im Mai 1882 wurde der Tunnel eingeweiht und 15 Jahre später zählte man 61 Züge pro Tag, die den Norden mit dem Süden verbanden. Jetzt wird klar, warum der Hotelier in diesem Stich den Gästen in Ergänzung zum Haupttrakt noch zwei Dépendance zur Verfügung stellt und mit ganzjährigen Öffnungszeiten und Essenszeiten rund um die Uhr wirbt: restauration à toutes heures, ouvert toute l’année! Und die Werbung ist in französischer Sprache, da der Simplon-Tunnel erst 1906 eröffnet wurde und deshalb viele Gäste aus Frankreich die Route durch den Gotthard wählten.
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.