hotelarchiv
09.06.2010
Hotel Europe, Engelberg (BE)
Ansichtskarte des Grand Hotel um 1910.
Ansichtskarte des Grand Hotel um 1910.
zvg/Peter Omachen

Das Klosterdorf Engelberg erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen gewaltigen Aufschwung. Bis zum Ersten Weltkrieg entstand hier ein internationales Zentrum der «Fremdenindustrie». Seit 1898 ist Engelberg an das Eisenbahnnetz angeschlossen, mit der damals längsten elektrifizierten Bahnstrecke der Schweiz. Im selben Jahr eröffnete der erfolgreiche Engelberger Hotelier Eduard Cattani (1841–1908) die Kuranstalt. Der viertelkreisförmige Bau wurde im Dorf bald als «Klein-Versailles» bezeichnet.

Da die Kuranstalt in einer Zeit des aufkeimenden Wintertourismus nicht beheizbar war, liess der Hotelier durch seinen Bruder, den Luzerner Hotelarchitekten Arnold Cattani (1846–1921), das Grand Hotel Winterhaus bauen – heute Europäischer Hof Hotel Europe. Gleichzeitig wurde 1902 dazwischen der Kursaal als Festsaal der beiden Hotels erbaut.

In den 1950er-Jahren wurde die Kuranstalt abgebrochen und der Kursaal modern umgebaut. Der Europäische Hof wurde 1990 aussen restauriert und ist im Innern noch weitgehend erhalten. Derzeit läuft die aufwändige Restaurierung des Kursaals, also des ehemaligen Festsaals des Hotels, u.a. unterstützt durch die Denkmalpflege des Kantons Obwalden.

Wettbewerb: 18 Personen haben an diesem Hotelarchiv-Wettbewerb teilgenommen. 15 Teilnehmende lagen mit ihrem Tipp richtig. Patrick Lüthi aus Wabern wurde als Gewinner ausgelost. Er erhält eine Flasche spanischen Rotweins «Dehesa La Granja» 2002 von Alejandro Fernández.

  
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Ansichtskarte des Grand Hotel um 1910.
Innenansicht Festsaal (Kursaal) nach Erstellung 1902. <nobr>   (© zVg/Peter Omachen)</nobr>
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