Das Hotel Jungfrau am Eggishorn wurde 1856 von den Gebrüdern Wellig aus Fiesch mit finanzieller Unterstützung aus England erbaut. Nach seiner ersten bekannten Besteigung durch den Engländer Malkin 1840 war das Eggishorn zum bekanntesten Aussichtsberg in der Region am Aletschgletscher. Unterstützt wurde dessen Bekanntheit durch das Panorama des Alpenforschers Gottlieb Studer, das dieser 1842 vom Gipfel aus zeichnete und veröffentlichte. Bereits nach fünf Jahren erhielt das Gasthaus einen Anbau, so gross wurde der Ansturm vor allem aus englischen Kreisen.
1871 übernahm Emil Cathrein, dessen Vorfahren aus dem Tirol ins Wallis eingewandert waren, den Hotelbetrieb. In mehreren Etappen vergrösserte er das einfache Gasthaus zu einem Grossbetrieb, der vor dem Ersten Weltkrieg über 100 Betten umfasste und in völliger Einsamkeit am Eggishorn seinen Gästen alle Annehmlichkeiten der mondänen Grandhotels anbot. Im Kellerinventar des Hotels von 1901 findet man zehn verschiedene Champagnermarken, Sardinen, Spargeln, Artischoken oder Safran.
Der initiative Hotelier, dem bald alle Gasthäuser auf dem Aletschplateau gehörten, und der beste Beziehungen zur englischen Finanzaristokratie unterhielt, inszenierte auf 2‘200 Metern über Meer eine eigene, autonome Hotelwelt. Zur stattlichen Ausstattung gehörten zahlreiche exklusive Aufenthaltsorte, wie Fumoir, Salon, Hotelhalle, Speisesaal und Gaststube. In weiteren Gebäuden fanden sich ein Postbureau, zwei Kapellen sowie ein Verkaufsbazar. Nebst den Annehmlichkeiten im Innern des Hauses gehörten die grosszügige Aussichtsterrasse, ein eigener Tennisplatz sowie ein perfekt unterhaltener Reitweg von Fiesch aufs Eggishorn und zum Märjelensee zu den Exklusivitäten in der Umgebung.
Bald einmal entstanden erste Projekte zur Erschliessung der Gegend mit der Schiene. Cathrein entwickelte zusammen mit weiteren Initianten das Projekt zum Bau einer Schmalspurbahn von Brig über Bitsch und die Riederalp zum Hotel Jungfrau am Eggishorn und zum Märjelensee. Nach der Diskussion weiterer Projekte erteilten die eidgenössischen Räte einer Zahnradbahn von Brig über Naters und die Riederalp zum Eggishorn eine Konzession.
Wie bei zahlreichen anderen Projekten bedeutete der Ausbruch des Ersten Weltkriegs das endgültige Aus für die Bahnträume am Eggishorn. Erst in den 1960er-Jahren, massgebend initiiert für den aufkommenden Skisport, kam die Gegend in den Genuss einer Bahnerschliessung. Die 1966 eröffnete Luftseilbahn zum Eggishorn liess aber das alte Hotel Jungfrau am Eggishorn «links» liegen, was die damaligen Besitzer 1972 zur Liquidierung ihres alten Hotelbaus mit Hilfe von Zündschnur und Feuer inspirierte. Eine Generation später wäre das alte Hotel wohl wieder zum beliebten Treffpunkt einer an der historischen Hotelkultur interessierten Gästeschaft geworden...
Weitere Literatur zu den alpinen Hotels im Wallis:
Flückiger-Seiler, Roland: Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 152-172.
Flückiger-Seiler, Roland: Alpine Hotels zwischen Rhonequelle und Furkapass. [Schriften des Stockalperarchivs in Brig, Heft 44] Brig 2008.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folgen mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.

Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an.
Schnarchen oder Fernsehen bis in alle Nacht: Manche Paare bevorzugen statt eines Doppel- zwei Einzelzimmer. Für Hoteliers eine nicht alltägliche Situation.