Die grösste online Enzyklopädie der Welt beschreibt den Kontext so: Ein Kursaal, auch Kurhaus genannt, ist ein typisches architektonisches Element der Kurarchitektur des 19. Jahrhunderts. Nach seiner Funktion ist er ein Mehrzweckgebäude. Das Gebäude enthält in der Regel eine repräsentative Eingangshalle, dazu Ballsaal, Theater- und Konzertsaal, Spielsaal und Restaurationsbetriebe. In den Badestädten ist der Kursaal häufig das am meisten auffallende und repräsentative Gebäude, mit dem das städtebauliche und gesellschaftliche Zentrum des Kurortes markiert wird. Der Name Kursaal wurde für Gebäude mit vergleichbarer Ausstattung und Funktion in europäischen Seebädern übernommen, denen häufig Spielkasinos angegliedert sind.
Die ersten Kurorte entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert in den Badestädten Englands. Der heilende Einfluss des Meerwassers war Ursprung der Thalassotherapien. Auf dem Festland hingegen waren es die Quellen, deren Wasser alle Arten von Krankheiten heilte. So bauten die Hoteliers grosszügige Häuser in Kurorten und zogen die Gäste mit Trinkhallen und Bäder an.
1882 entdeckte Robert Koch die Tuberkulose. Es wurde höchste Zeit, die kranken Gäste an Orte zu schicken, wo sie an der frischen Luft und in luftigen Höhen genesen konnten. Damit sie nicht alleine kuren mussten, zog man die neusten Therapien zur Hand: Die Kneippkur wurde 1886 mit dem Buch des Pfarrers Sebastian Kneipp «Meine Wasserkur» geboren. Im September waren es die Traubenkuren, die für die Darmgesundheit sorgten, im Sommer die Ziegenmilchkuren oder le «petit lait», die Laktose – noch heute ein typisches Schweizer Produkt (vgl. z.B. Rivella)!
Das Kurhaus wurde zum non plus ultra einer touristischen Destination. In der Schweiz passte sich die Architektur der Berglandschaft an: die meisten Kurhäuser wurden im Heimatstil gebaut, bevorzugten Holz-, Riegel- und Balkenbau, sollten dennoch einem Kursaal gleichen und den Gast mit einem weitläufigem, ja fast pompösen Garten zum Verweilen einladen.
Das Kurhaus Lenzerheide musste sich in vier Monaten seine Saison abverdienen, weshalb es wichtig war, dass es im Verkehrsnetz gut positioniert war, da die Kurgäste selten länger als drei Wochen am selben Ort blieben. Deshalb betont der Prospekt die sehr genauen Streckenangaben dieser «Uebergangsstation vor und nach dem Engadin», noch hervorgehoben durch den «Omnibus» Pferdewagen, der vor dem Kurhaus für den Transport der Gäste bereitsteht. Auch Kurzaufenthalter waren willkommen.
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.