In den späten 1860er Jahren begann im Höhenort Villars-sur-Ollon mit dem «Châlet Muveran» als erste Pension das Zeitalter des Tourismus. 1872 kam das Hôtel du Chamossaire in Chesières hinzu, etwas später das Hôtel du Grand Muveran sowie das Hôtel Bellevue im Dorf von Villars. Mit dem Bau der Eisenbahnanlagen in die Berge konnten sich am Genfersee zahlreiche bestehende Ort stark entwickeln. Dabei entwickelte sich Villars zwischen 1896 und dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum bedeutendsten Höhenort im Chablais. Nach dem 1896 eröffneten Grand Hôtel de Villars kamen 1901 das Du Parc & Queen’s Hotel und 1913 schliesslich das bereits von einem Heimatstil regionaler Prägung beeinflusste Villars-Palace hinzu.
Die Geschichte des Hauses hatte ihren Kern im ehemaligen «Chalet Muveran», das sich 1877 zum Grand Hôtel du Muveran entwickelt hatte. In unmittelbarer Nachbarschaft entstand kurz vor dem Ersten Weltkrieg das Villars-Palace, das am Weihnachtsabend 1913 seine Tore öffnete. Zu diesem Hause gehörte jeglicher Komfort, so auch elektrische Beleuchtung, eine Zentralheizung und zahlreiche Privatbäder. Die lange, dreiteilige Fassade mit zwei Kopfbauten und einem mächtigen Mansartdach wurde von den Architekten Edouard und Charles Borel aus Bex als Massivbau mit zahlreichen Holzteilen für Balkone, Brüstungen und Dachkonstruktion versehen. Die charakteristische Bauweise dieser Zeit vereinigt, im Sinne des damals aufkommenden Heimatstils, eine traditionelle Bauweise mit zahlreichen regionalen Architekturelementen und bildete damit einen bewussten Gegensatz zu den mächtigen Historismusbauten der Grandhotels früherer Zeiten.
Weitere Literatur zu den Hotels am Genfersee:
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2001. Seiten 88-109.
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Le développement de la construction hôtelière sur l’arc lémanique. In: Revue historique du Mandement de Bex, No XXXIII/2000. Bex 2000, p. 3-14.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
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