hotelarchiv
07.05.2009
Hotel Rheinburg, Walzenhausen (AR)
Bodenseeausblick über Rheinburg und Kirche Walzenhausen. «Mondscheinkarte» mit Grussworten und Poststempel vom 23. Mai 1901.
Bodenseeausblick über Rheinburg und Kirche Walzenhausen. «Mondscheinkarte» mit Grussworten und Poststempel vom 23. Mai 1901. (© Staatsarchiv Appenzell AR)
Hotelarchiv Schweiz

Kirche und «Rheinburg» prägen das Ortsbild der Gemeinde Walzenhausen im Appenzeller Vorderland. Die «Rheinburg» blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Initiant war Dorfpfarrer Johannes Kopp, der 1872 mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit trat, auf eigenes Risiko ein «Kurhausinstitut» zu errichten, sofern die Gemeinde den Boden kostenlos zur Verfügung stellen würde.

Vom Schulinstitut zum Hotel
Nach zweijähriger Bauzeit konnte das Kopp’sche Schulinstitut 1874 den Betrieb aufnehmen. Wenige Jahre später verlegte Pfarrer Kopp sein Institut ins thurgauische Schloss Herdern, dessen Eigentümerfamilie Stadler im Tausch die „«Rheinburg» übernahm. Seit 1878 wurde das Gebäude als «Hôtel & Pension Rheinburg» betrieben. Es erhielt 1896 mit dem Bau der Drahtseilbahn Rheineck-Walzenhausen direkten Eisenbahnanschluss.

Vom Hotel zur Klinik
Bis zum Ersten Weltkrieg genoss das Hotel mit Weitblick über den Bodensee speziell in Deutschland einen ausgezeichneten Ruf. 1965 ging die «Rheinburg» von Ferdinand Stadler an den Verein Schweizerischer Familienherbergen über. 1985 wurde der frühere Hotelpalast durch die Ausserrhoder Kantonalbank erworben und nachfolgend zur seit 1995 bestehenden «Rheinburg-Klinik» umgebaut.

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