In Pontresina entstanden die ersten Gasthäuser erst in den frühen 1850er-Jahren. Seine touristische Entwicklung verdankte das Dorf am Fusse des Berninamassivs vor allem den zahlreichen dort logierenden Alpinisten, die sich nach der Erstbesteigung des Piz Bernina am 13. September 1850 von den weiteren Oberengadiner Gipfeln magisch angezogen fühlten. Das vorteilhaft gelegene Dorf am Fuss des Berninapasses bildet zudem das Oberengadiner Paradebeispiel für den frühen Umbau ehemaliger Bauernhäuser in Fremdenpensionen. So boten seit der Mitte des 19. Jahrhunderts das Gasthaus zum Weissen Kreuz, das Gasthaus zur Krone und das Gasthaus von Gian Saratz in seinem elterlichen Bauernhaus erste Übernachtungsgelegenheiten an.
In den 1860er-Jahren begann im Oberengadin eine neue Entwicklung mit Hotels, die nicht mehr im alten Dorfkern, sondern an dessen Rand oder sogar als Solitärbau in der Landschaft standen. Zu den frühen Bauten dieser Art gehöre auch das 1870 eröffnete Hotel Roseg in Pontresina, «ein Stück Architektur inmitten eines von der Natur geschaffenen Bühnenbildes». Das erste Engadiner Hotel mit einem eleganten Mansartdach war das Werk des aus Vicenza stammenden Architekten Giovanni Sottovia, der längere Zeit im Engadin tätig war und auch das Hotel Bregaglia in Promontogno entworfen hatte. Nach wenigen Jahren kam 1876 die von den Gebrüdern Ragaz aus Samedan erbaute Dependance hinzu. In den 1990er-Jahren wurden beide Gebäude zu Eigentumswohnungen umgebaut.
Bericht zu den Hotels in Pontresina:
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotels und die Engadiner Gebirgswelt - Die späte touristische Erschliessung des Bündnerlandes. In: Die Alpen, Zeitschrift des Schweizer Alpen-Clubs, 10/2004. Bern 2004, S. 26-28. - Les hôtels de la Haute-Engadine - Accès tardif des Grisons au tourisme international. Dans: Les Alpes, Revue du Club Alpin Suisse, 10/2004. Berne 2004, p. 26-28.
Weitere Literatur zum Hotelbau in Graubünden:
FLÜCKIGER-SEILER ROLAND. Hotelpaläste zwischen Traum und Wirklichkeit. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2003. Seiten 172-188.
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.




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Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.