Selten sind die Stiche, auf welchen sich das Hotel wagt, ein Datum zu erwähnen. Denn ein Datum macht den Stich schnell obsolet. Dies ist eine Konstante in der Werbung der Hotels, heute und seit über 100 Jahren! Werbung muss fast jedes Jahr angepasst werden, weshalb der Hotelier anfangs jeder Saison überlegen muss, was seinen Gästen wohl gefallen wird. Heute nennt man es Marketing, früher war es Unternehmungsphilosophie.
Da die meisten Hotels in Privatbesitz waren und weniger in den Händen von Aktiengesellschaften, waren die Hoteliers umso mehr darauf angewiesen, die richtigen Verkaufsargumente zu finden. Im Rahmen der Stiche, die das Hotelarchiv jede Woche vorstellt, ist dieser Stich einer der wenigen, bei welchem der Text wichtiger ist als das Bild, welches nur ein Drittel der Fläche ausfüllt.
Was das Hotel Seehof in Arosa von den anderen Hotels unterscheidet, sind die beiden Daten: 1878 ist sehr früh, da der Ort erst 1875 mit der Poststrasse von Chur nach Langwies verbunden wurde. Die Strasse erreichte Arosa 1890, und damit kamen auch viel mehr Gäste, was der Neubau von 1894 rechtfertigte.
Arosa gehörte damals zu den drei grössten Erholungsorte für Tuberkulosekranke – neben Davos und Leysin – und verdankte seine Blütezeit der Initiative von Dr. Otto Herwig, der 1888 das erste Sanatorium in Arosa baute, wo er viele Prominente aus der ganzen Welt kurierte. Dazu gehörte unter anderem der Nobelpreisträger Erwin Schrödinger, einer der Väter der Quantenmechanik, der vor genau 50 Jahren verstarb.
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.
Der Kanton Bern unterstützt die Restaurierung des Thun-Panoramas. Der Regierungsrat hat einen Beitrag aus dem Lotteriefonds von 970'000 Franken genehmigt, wie er nach seiner Sitzung vom Mittwoch mitteilte.