Da wird der eine oder andere gedacht haben «Wenn das nur gut geht…»: Als 1889 Caspar Manz, der Urgrossvater der Zwillinge Alexander und Michael Manz, welche heute die Geschicke der Hotelgruppe lenken, das Hotel St. Gotthard kaufte, befand sich das Haus in einem ziemlich unbedeutenden Stadtteil Zürichs, weit ausserhalb des damaligen Zentrums. Doch mit dem raschen Aufstieg der Bahnhofstrasse zur weltberühmten Geschäfts- und Shopping-Meile brachen auch für das St. Gotthard goldene Zeiten an. Die zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und zum neuen Geschäftszentrum erwies sich als unschlagbarer Vorteil. Bereits 1890 wurde das Hotel «St. Gotthard» durch den Kauf des rückseitig gelegenen Nachbaranwesens an der Schützengasse 15 vergrössert. 1898 stiess das «Hotel de L’Europe» an der Schützengasse 17 dazu. 1907 bildeten so bereits fünf Häuser einen grossen Komplex.
Entscheidend für die rasche Etablierung des «St. Gotthard» waren die ausserordentliche Tatkraft und der offene Geist des Gründers Caspar Manz und seiner Frau Elise Manz-Kaegi. Der Hotelier reiste bald nach der Übernahme des «St. Gotthard» nach Amerika, um für sein Hotel zu werben und kam mit vielen wertvollen Erkenntnissen zurück (der kleine Koffer, der ihn auf dieser Reise begleitet hat, ist heute im 3. Stock des Hotels zu besichtigen). Das Motto lautete fortan: «Immer einen Schritt nach vorn müssen wir tun!». Ab 1910 übernahm der Sohn Ernst Manz das Ruder und nahm im «St. Gotthard» zahlreiche Erneuerungen vor. Bereits ab 1913 stand den Gästen in einigen Zimmern fliessendes Warmwasser zur Verfügung (damals die Krönung aller denkbaren Annehmlichkeiten), 1920 wurden Zimmertelefone und Etagen-Badezimmer eingeführt, und 1935 folgte im «St. Gotthard» mit der «Austernbar» auch noch eine gastronomische Pionierleistung. Diese wurde vorerst freilich nur mit bescheidenem Erfolg honoriert – die meisten Zürcher misstrauten der allzu fremdländischen Speise. Wohl umso mehr geschätzt wurde die eigene Weinkellerei, welche seit 1914 die Gaumen der Feinschmecker im «St. Gotthard» erfreute.
In den 1930er Jahren kam es in der Folge der Weltwirtschaftskrise auch in der Schweiz zu einer Rezession. Trotz dieser schwierigen Situation ging der Ausbau des «St. Gotthard» weiter. Im Rahmen eines Wettbewerbs gewann der Architekt Otto Honegger den ersten Preis – ihm ist es zu verdanken, dass das Haus heute einen einheitlichen Charakter hat. Daneben genoss die fortlaufende Modernisierung weiterhin höchste Priorität. Anekdoten wie diejenige von der Filmdiva Zarah Leander, welche aus Anlass einer Filmpremière im «St. Gotthard» abstieg und sich bei ihrer Abreise für die vorzügliche Betreuung mit den Worten bedankte, dass sich hier «sicherlich schon Königin Viktoria sehr behaglich gefühlt hätte» sind rar. Das «St. Gotthard» blieb seiner Zeit in Sachen Komfort und Kulinarik immer einen Schritt voraus: Ab 1959 verfügten alle Zimmer über ein eigenes Bad. Legendär wurde die «Hummer- und Austernbar», deren Ruf sich ab den 1940er Jahren unter Gourmets in ganz Europa verbreitete.
Damals wie heute zählt das «St. Gotthard» – seit 120 Jahren in Familienbesitz – zu einem der führenden Stadthotels mit pulsierendem Leben. Die Namen berühmter Gäste lesen sich wie ein «Who’s who» des 20. Jahrhunderts: Maria Callas, José Carreras, Udo Jürgens, Walter Scheel, Arnold Schwarzenegger, Sergio Leone, Orson Welles, Alexander Solschenyzin, der Dalai Lama, Lili Palmer, Maurice Chevalier, um nur einige zu nennen. Der österreichische Schauspieler, Regisseur und Autor Fritz Eckhardt signierte 1988 sein Porträt mit der Widmung «Nicht daheim – und doch zuhaus».
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Der Landrat will das Potenzial im Urner Tourismus ausschöpfen. Er hat am Montag das neue Tourismusgesetz einstimmig zuhanden der Volksabstimmung verabschiedet.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.


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Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.