Während die Geschichte der Tessiner Tourismusorte Lugano und Locarno sehr gut dokumentiert ist, ist die Quellenlage der Hotels in der Peripherie ziemlich dürftig. Die Entstehung des Hotel Suisse in Faido steht in Zusammenhang mit dem Eröffnung des Gotthardtunnels im Jahre 1882. Der Tunnel und die Erweiterung der Eisenbahnlinie auf der Strecke Basel – Tessin – Mailand brachten der Leventina und dem Hauptort Faido den entscheidenden Aufschwung.
Ausgangspunkt für die Entwicklung des Ortes war der neue Bahnhof, der ein Stück ausserhalb des alten Dorfkernes gebaut wurde. Ferdinando Pedrini (1841-1907), Kaufmann und ehemaliger Goldgräber in Australien, ahnte bereits über zehn Jahre früher, wo der spätere Bahnhof erbaut würde, und setzte dort 1870 das Hotel Faido hin.
Um 1884 errichtet er gleich daneben ein weiteres Hotel, das den Namen «Faido» übernahm, während das ältere Haus den Namen «Hôtel Suisse» bekam. Ab 1889 wurden die Hotels elektrifiziert. Faido war die erste Tessiner Gemeinde, die in Genuss der Elektrizität kam, einem ungeheuren Komfort für einen Luftkurort, der zu dieser Zeit bereits grosses Ansehen genoss.
Der Schriftsteller Luigi Boniforti lobte 1899 die wunderschöne Lage, die gutriechenden Wälder, die erfrischenden Bäche, Flüsse und Wasserfälle, die Wohlhabenheit der Hotels und die gute Verbindungen mit dem Zug, die es erlaubten, in nur fünf Stunden von Mailand inmitten dieser schönen Bergwelt zu sein. 1905 wurde das Hotel Suisse durch eine Dépendance ergänzt, erbaut durch die Architekten Bernardo Ramelli und Giuseppe Bordonzotti.
Quelle: Simona Martinoli: Architettura del periodo 1850-1920 nei territori periferici del Canton Ticino. In: Kunst + Architektur 46, 1995, S. 293-302.
Literatur zu Hotel und Tourismus im Tessin in: Flückiger-Seiler Roland. Hotelpaläste zwischen Traum und Wirklichkeit. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2003. S. 136-153.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folgen mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.




Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an.
Schnarchen oder Fernsehen bis in alle Nacht: Manche Paare bevorzugen statt eines Doppel- zwei Einzelzimmer. Für Hoteliers eine nicht alltägliche Situation.