Der Sommer ist vorbei, die Luft wird kühl, und wenn die Sonne verschwindet, wird einem sofort recht kalt und man riskiert die erste Erkältung. Wäre es nicht schön, jetzt noch ein wenig im Garten zu sitzen und die letzten wärmenden Strahlen zu geniessen? Ja, ein Wintergarten oder eine gedeckte Veranda wären jetzt genau das richtige.
Genau so erlebten die Touristen den Herbst in den Schweizer Bergen. Und ein weiteres Mal passten sich die Hoteliers an die Bedürfnisse ihrer Gäste an: Die Gästehäuser wurden erweitert durch Wintergarten aus Glas und Metall nach dem englischen Vorbild.
Einer der ersten bewohnbaren Wintergarten wurde im Juli 1878 in Blackpool eingeweiht. Unter einem hohen Dach mit grossen Fenstern befanden sich ein Konzertsaal, mehrere Promenaden und Gewächshäuser. Ziel dieses Baus war es, der einheimischen Gesellschaft während der kalten Saison die Möglichkeit zu geben, sich wie im Freien zu bewegen.
Was in Italien schon seit dem 18. Jahrhundert als Limonaia und in Frankreich als Orangerie bekannt war, nämlich verglaste Gartenhäuser, in welchen während der kalten Saison die südlichen Pflanzen gediehen, hielten nun in den Schweizer Bergen Einzug. Die Veranda verbreitete sich sehr schnell in der Schweizer Hotellerie, gefolgt von neuem spezifischem Mobiliar aus Rattan, das meisten in Indochina hergestellt wurde. Damit sich der Gast wie im Freien fühlte, waren die Tische und Stühle anfangs grün, rot oder gelb gestrichen. Später, mit der sogenannten «all white»-Mode der Belle Epoque, überstrichen sie die Hoteliers mit weisser Ölfarbe.
In den 1960er Jahren wurden viele dieser Möbel abgelaugt und nach aktuellem Zeitgeschmack braun lackiert. Später in den offenen Garten gestellt, verfaulten sie und wurden entsorgt.
Heute werden in Vietnam anhand alter Kataloge aus dem Archiv des Kurhaus Bergün neue Stücke hergestellt, die die Wintergärten historischer Hotels schmücken.
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Der Landrat will das Potenzial im Urner Tourismus ausschöpfen. Er hat am Montag das neue Tourismusgesetz einstimmig zuhanden der Volksabstimmung verabschiedet.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.