hotelarchiv
06.10.2011
Hotel und Pension Meyerhof, Hospental (UR)
Wettbewerb: In der htr wurde gefragt: Was ist mit dem auf dem Stich gezeigten Hotel Meyerhof in Hospental in Zukunft geplant, und wann wurde der Hotelbetrieb geschlossen? Die richtigen Antworten fand Gino Di Grazia aus Aarau: Der «Meyerhof» soll durch einen Neubau ergänzt und zum Mittelklassehotel für Sport- und Freizeitgäste ausgebaut werden. Gino Di Grazia gewinnt eine Flasche Diolinoir 2010 aus der Kollektion von Chandra Kurt.
Wettbewerb: In der htr wurde gefragt: Was ist mit dem auf dem Stich gezeigten Hotel Meyerhof in Hospental in Zukunft geplant, und wann wurde der Hotelbetrieb geschlossen? Die richtigen Antworten fand Gino Di Grazia aus Aarau: Der «Meyerhof» soll durch einen Neubau ergänzt und zum Mittelklassehotel für Sport- und Freizeitgäste ausgebaut werden. Gino Di Grazia gewinnt eine Flasche Diolinoir 2010 aus der Kollektion von Chandra Kurt. (© zvg)

Der Sommer ist vorbei, die Luft wird kühl, und wenn die Sonne verschwindet, wird einem sofort recht kalt und man riskiert die erste Erkältung. Wäre es nicht schön, jetzt noch ein wenig im Garten zu sitzen und die letzten wärmenden Strahlen zu geniessen? Ja, ein Wintergarten oder eine gedeckte Veranda wären jetzt genau das richtige.

Genau so erlebten die Touristen den Herbst in den Schweizer Bergen. Und ein weiteres Mal passten sich die Hoteliers an die Bedürfnisse ihrer Gäste an: Die Gästehäuser wurden erweitert durch Wintergarten aus Glas und Metall nach dem englischen Vorbild.

Einer der ersten bewohnbaren Wintergarten wurde im Juli 1878 in Blackpool eingeweiht. Unter einem hohen Dach mit grossen Fenstern befanden sich ein Konzertsaal, mehrere Promenaden und Gewächshäuser. Ziel dieses Baus war es, der einheimischen Gesellschaft während der kalten Saison die Möglichkeit zu geben, sich wie im Freien zu bewegen.

Was in Italien schon seit dem 18. Jahrhundert als Limonaia und in Frankreich als Orangerie bekannt war, nämlich verglaste Gartenhäuser, in welchen während der kalten Saison die südlichen Pflanzen gediehen, hielten nun in den Schweizer Bergen Einzug. Die Veranda verbreitete sich sehr schnell in der Schweizer Hotellerie, gefolgt von neuem spezifischem Mobiliar aus Rattan, das meisten in Indochina hergestellt wurde. Damit sich der Gast wie im Freien fühlte, waren die Tische und Stühle anfangs grün, rot oder gelb gestrichen. Später, mit der sogenannten «all white»-Mode der Belle Epoque, überstrichen sie die Hoteliers mit weisser Ölfarbe.

In den 1960er Jahren wurden viele dieser Möbel abgelaugt und nach aktuellem Zeitgeschmack braun lackiert. Später in den offenen Garten gestellt, verfaulten sie und wurden entsorgt.

Heute werden in Vietnam anhand alter Kataloge aus dem Archiv des Kurhaus Bergün neue Stücke hergestellt, die die Wintergärten historischer Hotels schmücken.

  
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