Auch wenn sich alle Stiche auf den ersten Blick gleichen, sind darin doch immer gewisse Einzelheiten verborgen, die sie von einander unterscheiden, so zum Beispiel die Wortwahl: «Ganz neu renoviert» – ein schöner Pleonasmus – zeigt dem Gast an, dass dieses Haus tatsächlich kürzlich im Komfort angepasst worden ist. Mit Sicherheit handelt es sich hier um den Baderaum und vielleicht – das könnte man in den zeitgenössischen Baubewilligungen nachprüfen – um die Balkone.
In den ersten Tagen der Hotellerie genügte es, wenn der Gast frisches Wasser ins Zimmer bekam, wenn möglich einen Krug warmes Wasser dazu. Dafür verantwortlich war die Magd, die den ganzen Tag treppauf treppab Wasser schleppte. Man wusch sich am Waschtrog und der Nachthafen war im Nachttisch versteckt. Aber die Moderne drang in den 1880er Jahren auch in die Berge und die Hoteliers waren gezwungen, bauliche Massnahmen zu ergreifen: Einerseits wurden Wasserrohre für fliessendes Wasser verlegt, übrigens vertikal, damit das Wasser so richtig stark aus dem Hahnen fliessen konnte. Andererseits musste er den Gästen ein zusätzliches Zimmer zur Verfügung stellen, in welchem eine Wanne stand, ein oder zwei Lavabos, manchmal ein Bidet und selbstverständlich ein Water Closet. Diese Zimmer, anfänglich Etagenbad genannt, befanden sich meistens in einem Anbau, oft sogar genau über dem grossen Ess- oder Festsaal oder der Veranda, um zusätzliche Maurer- und Spitzarbeiten zu vermeiden. Ab den 1890er Jahren wünschten sich die Gäste individuelle Badezimmer, die sie für sich alleine nutzen konnten. Und den Hoteliers blieb nichts anderes übrig, als ihre Häuser wieder umzubauen!
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Der Landrat will das Potenzial im Urner Tourismus ausschöpfen. Er hat am Montag das neue Tourismusgesetz einstimmig zuhanden der Volksabstimmung verabschiedet.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.