Das Hotel Waldhaus in Sils Maria wurde 1908 als Hotelburg im Wald über dem Dorf eröffnet. Das Haus entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem erfahrenen Hotelierehepaar Josef und Amalie Giger-Nigg und dem jungen, dynamischen Architekten Karl Koller. Das Besondere an diesem Hotel lag zur Bauzeit nicht an seiner Grösse (im Oberengadin gab es damals bereits grössere Hotels), sondern an seiner imposanten Erscheinung sowie an seiner präzisen Planung und Ausführung. Mit akribischer Sorgfalt und enormer Fachkenntnis wurde alles bis ins letzte Detail festgelegt, von der extravaganten Hügellage über die betrieblich optimale Raumanordnung bis zur Grösse und zur Form des Essbestecks. Aus der dreijährigen, fruchtbaren Zusammenarbeit ist kein Bauwerk entstanden, das mit den Schaufassaden der eleganten Hotelpaläste in St. Moritz wetteiferte, sondern eine «Burg» als Kontrast zu deren Prunk und Luxus.
Das Waldhaus ist eines der wenigen Schweizer Hotels, die in ihrer Konzeption bis heute dem Geist der seinerzeitigen Gründer verpflichtet blieben. Es ist auch als eines der ganz wenigen Fünfsternhäuser seit der Eröffnung stets im gleichen Familienbesitz. Waren es früher zum Teil einfach die fehlenden Finanzen, so ist es in neuerer Zeit die überzeugte Anerkennung der ursprünglichen Werte durch die Eigentümerschaft, die das Haus im Wald zu einem aussergewöhnlichen Original machen.
Nicht nur das Äussere entspricht vorwiegend dem historischen Bestand (der Südflügel im Zustand von 1927), auch im Innern finden wir eine erstaunlich originalgetreue Ausstattung: von der mehrheitlich erhaltenen Zimmereinteilung über das originale Treppenhaus sowie die ursprünglichen Korridore und Säle im Eingangsgeschoss bis zu den mit Originalmobiliar wieder hergestellten Gästezimmern. Sogar die Umbauten aus dem dritten Viertel des 20. Jahrhunderts, andernorts oft rücksichtslos im Umgang mit der historischen Architektur, integrieren sich im Waldhaus ohne massive Störung ins Gesamtwerk. Die neusten architektonischen Zutaten bilden eine eigenständige, aber diskrete Bereicherung in der Gestaltung. Die Auszeichnung zum «Historischen Hotel des Jahres 2005» durch die Jury von Icomos, dem internationalen Rat für Denkmalpflege, bedeutet deshalb die verdiente Anerkennung für dieses aussergewöhnliche Engagement.
Kunstführer zum Hotel Waldhaus:
Flückiger-Seiler Roland. Hotel Waldhaus, Sils-Maria. [Schweizerische Kunstführer GSK, Serie 78, Nr. 779-780]. Bern 2005.
Weitere Literatur zu den Hotels im Engadin:
Flückiger-Seiler Roland. Hotelpaläste zwischen Traum und Wirklichkeit. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2003. Seiten 172-191.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folgen mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.


Die htr hotel revue veröffentlich jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an.
Schnarchen oder Fernsehen bis in alle Nacht: Manche Paare bevorzugen statt eines Doppel- zwei Einzelzimmer. Für Hoteliers eine nicht alltägliche Situation.