hotelarchiv
12.02.2009
Hotel Waldhaus, Vulpera (GR)
Ansichtskarte des Vestibüls des Waldhaus Vulpera (um 1920)
Ansichtskarte des Vestibüls des Waldhaus Vulpera (um 1920) (© Sammlung Grand Hôtel & Palace, Basel)

1897 wurde das Hotel Waldhaus in Vulpera als einer der bedeutendsten Hotelneubauten des 19. Jahrhunderts im Unterengadin eröffnet. Die Pläne für den Bau mit L-förmigem Grundriss hatte der damals bereits bekannte Architekt Nikolaus Hartmann senior (1838-1903) aus St.Moritz gezeichnet. Das Haus sollte alles in den Schatten stellen. So wurden bespielsweise aufwändige Schreinerarbeiten in Berlin angefertigt.

Freibad, Dürrenmatt und Brand
1930 erhielt der damals bedeutende Kurort Vulpera eines der ersten Freibäder in der Schweiz, welches noch heute besteht. 1989 schrieb der Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt seinen Roman «Durcheinandertal», und liess sich dabei stark von seinem Ferienaufenthalt in den Hotels Waldhaus Vulpera und Sils-Maria inspirieren. Kurz nach der Vollendung des Textes durch Dürrenmatt brannte das Waldhaus am 27. Mai 1989 vollständig ab, genau wie es Dürrenmatt im Roman «Durcheinandertal» erzählte.

Weitere Informationen zu den Hotels in Graubünden in:
Flückiger-Seiler Roland. Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Hotelpaläste zwischen Traum und Wirklichkeit. Schweizer Tourismus und Hotelbau 1830-1920. Baden 2003. Seiten 166-219. Bestellung direkt beim Autoren.

  
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Ansichtskarte des Strandbad in Vulpera (kurz nach dessen Eröffnung, 1930)   (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)
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