Der «Wilden Mann» ist in Luzern ein Begriff. Bereits vor 400 Jahren wurde ihm unter dem Dach der Kapellbrücke eine Bildtafel gewidmet. Die Darstellung des riesenhaften Mannes, nackt und einen entwurzelten Baumstrunk schwingend, symbolisiert die ungezähmte Kraft und den Widerstand gegen Zwang und Konvention.
Den Wilden Mann als Gaststätte erwähnen die historischen Quellen erstmals im Jahre 1517. 1860 erfolgte der Wechsel: Die Gaststätte wurde zum Hotel und die bis anhin vorhandenen Stallungen im Erdgeschoss abgerissen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Hotel sukzessive erweitert und aufgestockt, so dass es schliesslich sechs Parzellen umfasste.
Wenn auch der ursprünglich barocke Baukomplex heute nicht mehr erkennbar ist, so bildet das Konglomerat unterschiedlicher Häuser heute noch ein als Hotel der Belle Epoque erkennbares Gebäude, das sich städtebaulich ideal in die historisch bedeutsame Umgebung einfügt. Der Gesamtkomplex darf als bedeutender Zeuge der Luzerner Tourismusgeschichte bezeichnet werden.
Die Fassadengestaltung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist weitgehend nach dem Originalzustand restauriert worden. Besonders wertvoll sind die reich gegliederten Eingangsfassaden an der Bahnhofstrasse mit dem neugotischem Erdgeschoss von 1908.
Von den Innenräumen verdient die hervorragend gestaltete «Burgerstube» besondere Beachtung, die 1908 im neugotischen Stil neu gestaltet wurde. Die verschiedenen Bauelemente, die unversehrt erhalten sind, fügen sich zu einem einzigartigen Ensemble. Das hölzerne Täfer ist mit farbig gefassten Flachschnitzereien bereichert. Wände und Deckenbalken sind mit gemalten Wappen geschmückt. Die Fenster zeichnen sich durch ihre bleigefassten Butzenscheiben mit Glasmalereien aus. Kamin, Mobiliar und Leuchten sind im originalen Stil erhalten.
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Der Landrat will das Potenzial im Urner Tourismus ausschöpfen. Er hat am Montag das neue Tourismusgesetz einstimmig zuhanden der Volksabstimmung verabschiedet.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.