Nach jahrelangen Vorarbeiten ist die grosse Kammer am Freitag gar nicht erst auf eine Vorlage eingetreten, mit welcher neun Umsetzungsprotokolle des Abkommens hätten genehmigt werden sollen. Insbesondere die bürgerlichen Parteien kritisierten, dass die Alpenkonvention die Wirtschaft zu wenig berücksichtige.
Bürgerliche Politiker kritisierten auch das Verfahren zur Streitbeilegung. Die Schweiz wäre in der Hand eines internationalen Schiedsgerichts, dessen Entscheide nicht anfechtbar seien, sagte Hans Rutschmann (SVP/ZH). In Fragen der Raumplanung und des Verkehrs wäre sie dadurch eingeschränkt. Linke und Grüne priesen vergeblich die Vorzüge des Abkommens: Die Alpenkonvention behindere die wirtschaftliche Entwicklung nicht, sagte etwa Ursula Wyss (SP/BE). In Österreich seien Landwirtschaft und Tourismus gewachsen - nicht trotz, sondern wegen der Alpenkonvention.
Die Initianten der Alpen-Initiative sind gründlich enttäuscht. In einer Mitteilung liess Alf Arnold, Geschäftsführer der Alpen-Initiative, verlauten, dass der Nationalrat es verpasst habe, dem Schutz der Alpen und der vom Volk getragenen Verlagerungspolitik Nachachtung zu verschaffen. Mit dem Nicht-Eintreten auf die Umsetzungsprotokolle der Alpenkonvention erweise der Rat dem Berggebiet einen Bärendienst. Die Ratifizierung des Verkehrsprotokolls der Alpenkonvention beispielsweise würde der Schweiz die Chance bieten, ihre Verlagerungspolitik international abzustützen. Das gilt insbesondere für die geplante Alpentransitbörse.
hotelleriesuisse begrüsst diesen Entscheid. Die Anliegen des Umweltschutzes würden systematisch zu Lasten von wirtschaftlichen und sozialen Aspekten privilegiert, hiess es beim Branchenverband vor dem heutigen Beschluss. Ebenfalls fehle der Alpenkonvention, durch die rechtliche Bindung und die starre Form, die dringend notwendige Dynamik und Flexibilität, um angemessen auf die aktuellen Begebenheiten zu reagieren.
Das Geschäft geht nun zurück in den Ständerat. Dieser wird sich in der Frühlingssession mit dem Thema beschäftigen. Die kleine Kammer hatte im Juni 2004 beschlossen, drei der insgesamt neun Protokolle zu ratifizieren. Die Alpenkonvention ist ein völkerrechtlicher Vertrag aller Alpenländer sowie der EU. Zusammen mit den Durchführungsprotokollen legt sie einen Orientierungsrahmen für eine nachhaltige Entwicklung des Alpenraumes fest. (sda/npa)
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.

In der Dezembersession des Parlaments sind mehrere Geschäfte traktandiert, die den Tourismus betreffen. Hier finden Sie die Entscheide, laufend aktualisiert.
Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.