Auch der Nationalrat wich nur minim vom Kurs des Bundesrats ab. Finanzminister Hans-Rudolf Merz wehrte sich aber vergeblich dagegen, die für die Einführung des biometrischen Passes vorgesehenen 3 Mio. Franken zu streichen. Ohne dieses Geld könne der Pass nicht wie vorgesehen im März 2010 ausgeliefert werden, warnte Merz. Eine von der SP und der SVP getragene Mehrheit von 107 gegen 59 Stimmen hielt dagegen, dass zuerst entschieden werden müsse, ob die biometrischen Daten zentral gespeichert werden sollen oder nicht. Der Nationalrat habe vor Wochenfrist einer parlamentarischen Initiative gegen die Zentralisierung zugestimmt. Bevor die Gelder gesprochen würden, müsse der Entscheid des Zweitrats zu dieser Initiative vorliegen.
Weniger Geld für Präsenz Schweiz
Eine Differenz zum Ständerat schuf der Nationalrat auch mit einer Kürzung des Beitrags an Präsenz Schweiz um 2,5 Mio. auf noch 8,25 Mio. Franken. Das Geld war eigentlich für eine Imagekampagne in den USA vorgesehen. Die Ratsrechte spannte mit der Linken zusammen, um zu verhindern, dass «die von der UBS verursachte Krise mit Staatsgeldern ausgebügelt» wird, wie es Daniel Vischer (Grüne/ZH) ausdrückte. Der Nationalrat will die Budgetdebatte morgen Mittwoch zu Ende führen. Dass sich an den 47,75 Mio. Franken Bundessubventionen für Schweiz Tourismus dann noch etwas ändern wird, ist aber sehr unwahrscheinlich. (rom/sda)
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.

In der Dezembersession des Parlaments sind mehrere Geschäfte traktandiert, die den Tourismus betreffen. Hier finden Sie die Entscheide, laufend aktualisiert.
Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.