tourismus
31.10.2011
BAK-Prognose: Vier magere Jahre
(© zvg)
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.

Die Binnennachfrage zeigt sich stabiler, wie den am Montag veröffentlichten Prognosen im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zu entnehmen ist. Aber auch die Übernachtungen der Einheimischen dürften mit minus 0,4 Prozent leicht rückläufig sein.

Den deutlichen Rückgang beim Geschäft mit ausländischen Gästen führt BAK Basel auf den starken Franken zurück. Zudem verstärkt die langsamere Gangart der Weltkonjunktur den Dämpfer. Vor allem aus den traditionellen westeuropäischen Märkten und den USA sind deutliche Rückgänge zu befürchten.

Das ändert sich nicht so schnell: BAK Basel rechnet in der Sommersaison 2012 mit einem Logiernächterückgang von 1,4 Prozent. Damit dürfte das Tourismusjahr 2012 mit einem Minus von 1,9 Prozent enden.

Vier magere Jahre
Auch die vergangene Sommersaison wird nicht als strahlend in die Geschichte eingehen. Für sie gehen die Konjunkturforscher von einem Rückgang um 2,5 Prozent aus. Vor allem im Alpenraum war die Saison mit einem Rückgang von 4,8 Prozent schwierig. Zum starken Franken hatte sich dort noch widriges Wetter in den wichtigsten Sommermonaten gesellt.

Nachhaltig auf den Wachstumspfade zurückkehren sollte die Schweizer Tourismusbranche 2013 mit einem Übernachtungsplus von 2,1 Prozent. Noch kräftiger zulegen sollte die Branche im Tourismusjahr 2014 mit einem Wachstum von 3,4 Prozent.

BAK Basel erklärt diese Dynamik mit einem Aufholprozess bei der Auslandnachfrage nach vier mageren Jahren. Zusätzlich sollten sich 2014 die gesteigerten Investitionen in der Schweizer Hotellerie auszahlen.

Ebenso düster wie bei den Hotels sieht es bei den Bergbahnen aus. Ihre Verkehrserträge dürften sich im Tourismusjahr 2011 um 4,8 Prozent geschmälert haben. Vor allem das Frühjahr war wegen des späten Osterzeitpunkts zusammen mit sommerlichen Temperaturen schwierig.

2012 müssen die Bergbahnen mit einem weiteren Einbruch von 0,6 Prozent rechnen. Allerdings rettet die Bahnen hier der günstigere Ostertermin, so dass die Einbusse wegen der gesunkenen Nachfrage nicht so stark ausfällt wie bei den Hotels. (npa/sda)

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