Auf dem Hochplateau von Crans-Montana soll im Frühjahr 2010 das Luxus-Ferienresort Aminona gebaut werden. Gemäss Stéphane Pont, Gemeindepräsident von Mollens, habe die Gemeindeexekutive der ersten Ausbauetappe zugestimmt. Die Baubewilligung wurde dem russischen Baukonzern Mirax übertragen.
Zahlreiche Garantien verlangt
Um die Bauarbeiten wie vorgesehen im Frühling aufnehmen zu können, muss Mirax aber zuerst verschiedene Garantien abgeben. Unter anderem müssen die Investoren eine Bankgarantie hinterlegen. Dieses Geld würde im Konkursfall der Investoren dazu dienen, unfertige Bauruinen zurückzubauen. Mirax muss ebenfalls bei Bund und Kanton beantragen, von der Lex Koller ausgenommen zu werden. Zudem muss Mirax im Grundbuch eintragen lassen, dass die Appartements und Zimmer während mindestens 20 Jahren wie ein Hotel genutzt werden und nicht als untergenutzte Zweitwohnungen.
Einsprachen wahrscheinlich
Einen raschen Baubeginn verhindern könnten auch Einsprachen. Der WWF, der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz hatten sich bereits in früheren Planungsphasen dem Projekt widersetzt. Mollens Gemeindepräsident Pont rechnet damit, dass die Verbände auch in dieser Projektphase einsprechen werden.
Ambitiöse Pläne
Mirax will in Mollens ein Projekt zu Ende führen, das in den 1970er-Jahren seinen Anfang genommen hatte, aber rasch ins Stocken geraten war. Investoren wollten damals 23 Appartement-Hochhäuser hochziehen. Wegen Finanzproblemen wurden schliesslich nur drei von ihnen gebaut. Sie sind weitherum sichtbar und entsprechend umstritten. Geht es nach den Plänen von Mirax, sollen nun fünf neue Hochhäuser und eine grosse Ferien- und Freizeitanlage gebaut werden. Geplant sind 160 Luxusappartements, 350 Hotelzimmer, 50 individuelle Chalets, eine 12'000 m2 grosse Geschäftszone mit Restaurants, Kunsteisbahn, Schwimmbädern sowie ein Konferenzzentrum. Die Anlage mit 2500 Betten soll etwa 400 Millionen Franken kosten. (npa/sda)
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