«Alles nur Märli», sagt Anita Luterbacher. Sie führt seit dieser Saison die Bootsvermietung am Burgäschisee. Es sei oft zu hören, dass im See schon viele Schwimmer aus unerklärlichen Gründen ertrunken seien. «Es wird sogar erzählt, man habe hier schon Wasserleichen von Schwimmern gefunden, welche im bernischen Moossee gebadet haben.» Das sei aber nicht möglich, denn der See habe keine unterirdischen Zu- oder Abflüsse.
Die wahren Geschichten werden niedergeschrieben
Auch Wirbel habe es auf dem Burgäschisee keine, widerlegt Luterbacher eine viel verbreitete Annahme. Wer hier ertrunken sei, habe einfach nicht schwimmen können. «Das Gelände ist halt unberechenbar, weil es plötzlich steil nach unten gehen kann», erklärt die 36-Jährige. 32 Meter tief ist der See an seiner tiefsten Stelle. Auch wegen diesen unwahren Geschichten ist Luterbachers 72-jähriger Schwiegervater daran, altes Wissen über den See niederzuschreiben.
Die Bootsvermietung am Burgäschisee hat Familientradition. Schon die Grossmutter des Schwiegervaters habe hier Boote vermietet, so Anita Luterbacher. Der See ist ein Überbleibsel des Rhonegletschers und der einzige Privatsee im Kanton. Vor der Schweizer Eidgenossenschaft gehörte er einem deutschen Kloster, sieben Familien hatten das Fischrecht.
Ein Leben mit dem See
Heute geniessen noch 12 Boote Gewohnheitsrecht im Naturschutzgebiet, der Burgseeverein sorgt dafür, dass sich nicht zu viele Leute einmischen. Fischen darf, wer ein Spezialpatent beanträgt. Es gebe sehr viele Fische im 500 auf 800 Meter grossen Natursee, weiss Luterbacher. Vor kurzem wurde ein 116 cm langer Hecht gefangen. Im Sommer besuchen nicht nur viele Leute aus der Region, sondern auch viele Baselländer und Aargauer den Burgäschisee.
«Wir leben mit dem See», sagt Anita Luterbacher und ist besonders fasziniert davon, wie er sich während den verschiedenen Jahreszeiten verwandelt. «Das ist einfach Naherholung pur», findet sie. Am meisten genieße sie den Winter, wenn der Tourismus nicht ganz so heftig ist. Besonders schön sei es, wenn der See gefroren ist, dann könne man auch Schlittschuhlaufen.
Mystisch und geschichtsträchtig
Neben den vielen Horror-Märchen existieren auch schöne Mythen rund um den Burgäschisee. Das meiste Wasser sickert durch den Boden und bildet eine Weiherquelle. In der Naturmythologie gelten solche Quellen als sehr kraftvoll, sie sollen von Wassergeistern bewohnt sein. Dazu meint Luterbacher: «Bei einem Spaziergang um den See oder einer Bootsfahrt kann man auf jeden Fall Kraft schöpfen.»
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
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Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
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