Auf den indirekten Gegenvorschlag trat der Ständerat mit 22 zu 14 Stimmen ein, obwohl auch bürgerliche Ratsmitglieder wegen der erwarteten Steuerausfällen in Regionen mit vielen Zweitwohnungen Vorbehalte hatten.
Das Problem, dass durch die Abschaffung des Eigenmietwerts Steuerausfälle in Ferienkantonen zu befürchten sind (vgl. Steuerausfall
befürchtet), will der Ständerat per Kommissionsinitiative lösen. Die dazu nötige Verfassungsänderung müsste zur Bedingung für das Inkrafttreten des Gegenvorschlags gemacht werden, sagte Kommissionssprecher Rolf Schweiger (FDP, ZG).
Für die Interessen der Kantone mit vielen Zweitwohnungen, wie etwa Graubünden, hat sich der Bündner SVP-Ständerat Christoffel Brändli stark gemacht. Er verlangte, dass an den Gegenvorschlag des Ständerats eine adäquate Lösung für die Zweitwohnungsbesteuerung gekoppelt werde. Für die nötige Verfassungsänderung muss nun noch der Nationalrat grünes Licht geben. (dst/rom)

In der Frühlingssession des Parlaments stehen mehrere Geschäfte zur Debatte, die Hotellerie, Gastronomie und Tourismus betreffen. Hier finden Sie die Entscheide, laufend aktualisiert.



