Freddy Kaiser weiss genau, was bei einem Extremsportler wie Ernst Bromeis auf den Teller gehört: «Wir haben sehr oft Profisportler in unserem Hotel», erklärt der Küchenchef des Hotels Chlosterhof. Ob das nun Fussballer, Radfahrer oder Schwimmer sind, für hungrige Sportler zaubert er gerne ein attraktives Gericht – natürlich in Verbindung mit vielen Kohlenhydraten. Zusammen mit seiner Frau Mette, Geschäftsleiterin, und Harald Weiss, zuständig für die Reception und den Verkauf, führt Freddy Kaiser das direkt am Bodensee- und Rheinufer gelegene Hotel Chlosterhof.
Imposant aber gut integriert
Bis in die 70er Jahre stand auf dem Areal des heutigen Hotels eine Schuhfabrik. Nach deren Stilllegung baute man 1986 ein imposantes Hotel, welches ein Jahr später von den Familien Kaiser und Andresen übernommen wurde. Weil das Hotel privat geführt werde, hebe man sich durch Servicequalität von anderen grossen Hotels ab, so Freddy Kaiser. «Wir sind mit Herz und Seele dabei.»
Die von Harald Weiss scherzhaft als «Toblerone-Architektur» bezeichnete Bauweise des Hotels hat es in sich: Praktisch jeder Balkon bietet freie Sicht aufs Wasser. Die Zimmer sind mit einer Mindestgrösse von 35 Quadratmetern wesentlich grösser als anderswo, was darin gründet, dass das ursprüngliche Konzept ein Appartementhotel vorsah. Erstaunlich sei, so Weiss, wie gut sich das grosse Gebäude in die Gegend integriere: «Egal ob sie vom Rhein oder von der Strasse her kommen, sie sehen das Haus kaum.»
Ein malerisches Städtchen in der Grenzregion
Besonders schätzen würde die internationale Kundschaft das malerische Städtchen, «einfach fantastisch», wie Kaiser es beschreibt. Eine vermögende Stiftung investiere jedes Jahr mehrere Millionen in die Erhaltung der Altstadt, weiss er. «Man sieht einfach, dass es am Geld nicht fehlt.»
Sich noch vermehrt über die Grenzregion zu definieren, das Regionale hervorheben, das sei ein Ziel des Hotels, erklärt Harald Weiss. Die Grenzen zu Deutschland seien verschwommen, existierten eigentlich nur politisch. Weil in der Belegschaft des Chlosterhofs kaum Schweizer zu finden sind, würden sich die Gäste öfters fragen, ob sie überhaupt noch in der Schweiz sind.
Der Boom der Velofahrer
Ein richtiger Boom gebe es in der Bodenseeregion momentan bei den Fahrradtouristen, erzählt Mette Kaiser. Während diese sich per Velo von Ort zu Ort rund um den Bodensee bewegen, lassen sie sich die Koffer von Hotel zu Hotel nachschicken. «Das ist das einzige Gästesegment, das momentan wirklich wächst», weiss Freddy Kaiser. Und darunter fänden sich von Frau Müller bis Herr Rechtsanwalt alle.
Vom Rhein faszinieren lässt sich die ganze Führungsequipe auch nach all den Jahren immer noch. «Wenn ich stressige Stunden vor mir habe, kühle ich mich kurz im Wassre ab, danach bin ich wieder voll da», erklärt Weiss. Der Rhein ändere sich stündlich, werde nie langweilig, so Mette Kaiser. Einfach einzigartig und super romantisch, bestätigt Freddy Kaiser.
See oder Fluss? Hauptsache Wasser
Einig sind sich die Drei auch in ihrer Haltung gegenüber dem Projekt von Ernst Bromeis: «Ich finde es einfach fantastisch und kann kaum nachvollziehen, wie das möglich ist», so Freddy Kaiser. «Wir alle wissen ja, wie es ist, im See zu schwimmen. Der ganze See? Unvorstellbar!», so seine Frau.
Ob sich das Hotel Chlosterhof in Stein am Rhein denn nun am See oder am Fluss befindet, darüber seien sich die Steiner nicht einig, weiss Harald weiss. So oder so ist sich das Chlosterhof-Team bewusst: Die Wasserlandschaft hilft dem Hotel extrem.
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Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
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Wir begleiten Ernst Bromeis auf seiner Reise durch die Schweiz und berichten im Juli täglich. Zum einen schreiben wir über den Schwimm-Marathon des Churers, zum anderen über Spannendes aus den Regionen oder den Hotels, welche der 42-Jährige besucht.
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