das blaue wunder
01.08.2010
Hotel Hermitage, Luzern (LU)
Sandra Peyer auf dem Partyboot des Hotels Hermitage (im Hintergrund).
Sandra Peyer auf dem Partyboot des Hotels Hermitage (im Hintergrund). (© Melanie Roth)
Sandra Peyer ist ganz unerwartet in der Hotelbranche gelandet. Dass der Versuch, im Ausland Fuss zu fassen, nicht glückte, findet sie nicht schlimm. Denn schliesslich sei es auch in der Schweiz, und ganz besonders ins Luzern, schön.
Melanie Roth

Was den Gästen im Hotel Hermitage unter dem Motto «Das Haus am See mit etwas Mehr» geboten wird, überzeugt Sandra Peyer, stellvertretende Direktorin im Hotel und verantwortlich für Mitarbeitende und Finanzen,  nach zehn Jahren immer noch. «Es hat sich viel verändert im Betrieb, so ist und bleibt es interessant hier zu arbeiten.» Jeder Tag in ihrem Arbeitsalltag sei anders, so Peyer. Von dem, was sie sich am Morgen vornehme, sei am Abend oftmals nichts gemacht, meint sie schmunzelnd.

Der Wunsch, im Ausland zu arbeiten
In der Hotelbranche sei sie sehr spontan gelandet, erzählt Peyer weiter. Nach Abschluss der Wirtschaftsmatur begann sie die Hotelfachschule, «ohne davor nur einmal in einem Hotel geschnuppert zu haben.» Wenn sie jetzt so an diese  Entscheidung zurückdenke, sei das schon sehr mutig gewesen. Bereuen tue sie aber nichts. Sie habe die Hoffnung gehabt, durch ihren Beruf ins Ausland zu kommen. Der Versuch, in Neuseeland Fuss zu fassen, scheiterte aber. «Das ist nicht weiter schlimm, hier ist es doch auch schön», meint Peyer überzeugt.  

Das Hotel Hermitage wurde 1907 erstmals als Pension eröffnet. In den 90er Jahren wurde das Haus vollständig abgebrochen, 1990 wurde das neue Seehotel Hermitage eröffnet und neun Jahre später mit einem Nebengebäude ergänzt. Dieses wurde vor vier Jahren nochmals um zwei Stockwerke erweitert. «Es ist wirklich viel gelaufen in den letzten Jahren», so Peyer. Das Hotel sei vermehrt als Seminarhotel positioniert worden. So sind unter der Woche vor allem Businessleute zu Gast, am Wochenende finden viele Events wie Hochzeiten statt. 
  
Zimmer mit Blick auf die Schweizerreise

«Mehr Ruhe, mehr Aussicht, mehr Einzigartigkeit», das biete das Seehotel seinen Gästen, erzählt Peyer. Aus den öffentlichen Räume habe man freie Seesicht. «Zu dieser Jahreszeit sind wir so etwas wie ein Ferienresort. Eine ruhige Ecke, und trotzdem so nahe bei der Stadt», so Peyer. Trotz der zentralen Lage sei die Stadt Luzern verträumt und irgendwie ein Dorf geblieben, meint Sandra Peyer. Laufe man einen Rundgang, kenne man immer mal wieder jemanden. 

Was Ernst Bromeis in diesem Monat geleistet habe, finde sie einfach wahnsinnig, sagt Peyer. Sie hoffe, dass das Projekt Wellen schlägt. Sie selber kühle sich zwar gerne im See ab und genieße die Aussicht darauf, eine grosse Schwimmerin sei sie aber nicht. Ernst Bromeis werde den Abschluss seiner Reise im Hermitage in einem Zimmer mit Blick auf den See sicher geniessen. Und mit dem Gewässer vor Augen, in dem alles begann, und die Reise durchs Wasserland Schweiz auch wieder zu Ende ging, friedlich einschlafen.

  
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