das blaue wunder
10.07.2010
Hotel Mandarin Oriental, Genf (GE)
César Gil: «Das blaue Wunder ist eines der fantastischsten Projekte, von denen ich je gehört habe.»
César Gil: «Das blaue Wunder ist eines der fantastischsten Projekte, von denen ich je gehört habe.» (© Melanie Roth)
Einzigartig, spannend, fantastisch: César Gil, Direktor Sales & Marketing im Mandarin Oriental, über das Hotelgeschäft, seine Arbeit und das Projekt von Ernst Bromeis.
Melanie Roth

15 Hotels in der Stadt am Ende des Genfersees versuchen, mit fünf Sternen Gäste zu gewinnen. «Der Wettbewerb zwischen den Luxushotels in Genf ist hart», weiss César Gil, Direktor Sales & Marketing im Mandarin Oriental. Und er muss es wissen. Denn seine Aufgabe ist es, zu erreichen, dass sich die Kunden trotz der grossen Auswahl fürs Mandarin entscheiden.

Die Psychologie des Gastes
«Das Hotelgeschäft ist einfach einzigartig», so Gil. Vor allem, weil es 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche geöffnet habe. Aber nicht nur deshalb sei die Arbeit in einem Hotel so absolut anders, als zum Beispiel die Arbeit auf dem Postamt. Das spannendste an seinem Job sei, die Beziehungen zu den Gästen zu pflegen. Denn: «Nicht nur jeder Gast ist anders, sondern auch das Verhalten eines Gastes je nach Tageszeit ist sehr verschieden.»

«Wenn ein Gast am Morgen das Hotel verlässt - gut erholt, frisch geduscht - dann ist er ein ganz anderer Mensch, als wenn er am Abend nach neun Stunden Arbeit zurück ins Hotel kommt, oder sich nach einem ausgedehnten Nachtessen nach Mitternacht wieder im Hotel einfindet», so Gil. Das sei das Schöne an diesem Job. Die verschiedenen Atmosphären des Momentes, die Psychologie des Gastes.

Schon immer der Zeit voraus
Das Mandarin Oriental in Genf hat 190 Zimmer, sind diese alle belegt, übernachten Menschen aus mindestens 30 verschiedenen Nationen, mit den verschiedensten politischen Einstellungen und Religionen in einem Haus. «Sie alle wollen in Frieden schlafen, wenn sie das nicht können, habe ich ein Problem», erzählt er lachend.

Seit 22 Jahren arbeitet César Gil nun im Mandarin Oriental und hat dabei miterlebt, wie sich Geschmäcker änderten und Standards höher wurden. Am 4. Juli 1950 als Hotel du Rhône eröffnet, sei das Mandarin schon immer aus der Menge herausgestochen. «Schon damals hatte jedes Zimmer ein Bad», weiss Gil. Zu dieser Zeit etwas Besonderes. Wo andere Hotels auf der traditionellen Schiene fuhren, verschrieb sich das Mandarin dem Modernen.

Eine symbolische Insel für ein fantastisches Projekt

An dieser Grundidee habe sich bis heute nichts geändert, erzählt Gil weiter. So zeigen sich auch die Zimmer von heute von einer modernen, frischen Seite. Mit künstlichem Licht versuche man, für jede Tageszeit die richtige Atmosphäre zu zaubern. Genau wie die «L‘Ile» gleich gegenüber, sei das Hotel eine Insel. Die Insel symbolisiere das Ende des Sees und gleichzeitig den Anfang eines langen Flusses.

Das perfekte Hotel für Ernst Bromeis. Und gerade für ihn dürfte das Mandarin Symbolcharakter haben, bedeutet die Ankunft in diesem Hotel doch nicht weniger als das Ende der kräftezehrenden Etappen durch den langen Genfersee. «Das blaue Wunder ist eines der fantastischsten Projekte, von denen ich je gehört habe», findet César Gil. Der Link zwischen der sportlichen Leistung und einer guten Tat für die Umwelt, das sei sehr spannend. Und welche Köstlichkeit zaubert die Küche dem Wasserbotschafter an diesem Abend aufs Teller? Richtig. Frischen Fisch aus dem Genfersee.

  
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Das Mandarin Oriental mit «L‘Ile» im Vordergrund. <nobr>   (© zvg)</nobr>
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