«Dass einer mit reiner Muskelkraft die Schweiz durchquert, finde ich bewundernswert», sagt Remo Fehlmann, der seit 12 Jahren das Seminarhotel Sempachersee in Nottwil führt. Sensationell, dieser Einzelkämpfer Ernst Bromeis, der etwas Spezielles ganz auf sich alleine gestellt durchziehe. Fehlmann ist überzeugt, dass «das blaue Wunder» etwas bewirken kann: «Meine Mitarbeiter haben sich auf jeden Fall mit der Geschichte auseinandergesetzt.»
Vernunft anstelle grosser Konzepte
Bezüglich Nachhaltigkeit würden in seinem Hotel zwar kein grosses Konzept existieren, erzählt Remo Fehlmann. Man sei aber darauf bedacht, auf eine bodenständige Art nachhaltig zu wirtschaften. So werden in der Küche sehr viele regionale Produkte verarbeitet, das Mineralwasser wird aus dem nur acht Kilometer entfernten Knutwil geliefert. «Von allen Hotelbetrieben haben wir wahrscheinlich das ökologischste Mineralwasser überhaupt», ist Fehlmann überzeugt.
Nachhaltigkeit sei ein schwieriges Thema, denn man könne Sachen machen bis zum geht nicht mehr, meint der Hotelier. Einerseits sei man aber limitiert, weil der Gast die Ansprüche stelle. «Denn was bringt es, wenn wir Biokaffee haben, aber keiner ihn trinken will», fragt Fehlmann. Und: Was ist nachhaltig, wenn vielleicht drei von hundert Betrieben ein Nachhaltigkeitslabel haben? Oft seien solche Dinge nicht zu Ende gedacht. Deshalb handle man in seinem Haus nach dem Vernunftsprinzip, genau so, wie es jeder normaler Haushalt auch machen sollte.
Nachhaltige Grosszügigkeit
Das Hotel Sempachersee generiert als grösstes Seminarhotel des Kantons Luzern bis zu 28‘000 Logiernächte pro Jahr alleine durch Businessgäste. Das Spezielle am Haus sei, dass nichts kleinkariert ist, egal ob es um die Bauart des Hotels oder um den Kundenservice gehe, erklärt Fehlmann. «Wir leben die Grosszügigkeit.» Dabei spiele es ganz einfach keine Rolle, ob der Gast ein Lehrling oder ein Topmanager sei. «Bei uns ist der Gast der Darsteller, und nicht wir», so der Direktor.
Grosszügig ist man im Hotel Sempachersee auch beim Werbegeschenk: Eine Seminartasche im Wert von 100 Franken, in der Laptop, Kabel, Ordner oder Buch Platz finden, hat ein Moderationsset integriert. Das Give-Away ist so beliebt, dass Kunden die Lösung im eigenen Betrieb verwenden. Auf jeder dieser Taschen ist das Logo des Hotels zu sehen. So schliesst sich der Kreis, und Fehlmann ist überzeugt: «Das alles sind nachhaltige Sachen, etwas das wirkt, und lange Wirkung hat.»
«Der Hotelberuf, die Bühne des Lebens»
Grosse Wirkung erzielt Remo Fehlmann auch als Organisator eines Open-Air-Kinos. 7000 Besucher kamen in diesem Jahr an 16 Filmabenden nach Nottwil. «Das sind die billigsten Ferien, die sie kriegen können», so Fehlmann. Das Package, welches zum Kinoabend ein jeweils auf den Film abgestimmtes Menu bietet, zieht. Pro Abend konnten im Hotel Sempachersee bis zu 400 Gäste zum Essen begrüsst werden.
Gerade in diese Woche, erzählt Remo Fehlmann schmunzelnd, habe er zu seiner Assistentin gesagt: «Unglaublich. Die Geister die ich rief, stehen mir auf den Füssen herum.» Natürlich sei das positiv gemeint. Sein ganzes Team habe jetzt aber zwölf harte Wochen hinter sich, und alle seien etwas am Anschlag. «Jeder kann erzählen, er sei ein Hotelier», so Fehlmann. Aber wenn man mit Leib und Seele bei der Sache sei, dann sei das etwas vom Anstrengendsten, aber auch Spannendsten, das es gebe. «Der Hotelberuf, das ist die Bühne des Lebens.»
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
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Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
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In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
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Wir begleiten Ernst Bromeis auf seiner Reise durch die Schweiz und berichten im Juli täglich. Zum einen schreiben wir über den Schwimm-Marathon des Churers, zum anderen über Spannendes aus den Regionen oder den Hotels, welche der 42-Jährige besucht.
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